Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

BWL-Know-how für Kreuzfahrtschiffe

Strahlender Sonnenschein, endlos lange Sandstrände und tropische Regenwälder – was für viele einfach wie ein traumhaftes Urlaubsziel klingt, war acht Jahre lang die Heimat von Kristin Riecke aus Hamburg. „Als ich vier Monate alt war, sind meine Eltern mit mir nach Papua-Neuguinea ausgewandert“, erzählt die heute 23-Jährige. „Das war eine unglaublich tolle Zeit“, erinnert sich die Tochter eines Pastors und einer Sozialpädagogin. „Ich bin noch immer fasziniert von dem Land und seinen Bewohnern. Und Melanisean-Pidgin - die Sprache Papua-Neuguines - kann ich sogar noch heute ganz verstehen und auch ein wenig sprechen.“

Die Liebe zu fernen Ländern, exotischen Sprachen und fremden Kulturen ist Kristin Riecke auch zurück in Deutschland erhalten geblieben. „Nach dem Abitur wollte ich auf jeden Fall beruflich etwas machen, das mit Reisen zu tun hat.“ Als Riecke dann von dem dualen Studiengang Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Tourismus an der Berufsakademie der Wirtschaftsakademie in Lübeck hörte, war sie sofort begeistert. „Für mich hatte das duale Studium viele Vorteile“, schwärmt die 23-Jährige. „Parallel zum Studium habe ich eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau bei der Hapag Lloyd Kreuzfahrten GmbH absolviert. So konnte ich schon während des Studiums jede Menge Praxiserfahrungen sammeln, in verschiedene Bereiche des Unternehmens hineinschnuppern und sogar schon eigene Projekte realisieren.“

Ergänzt wurde die Ausbildung durch sechs Semester an der Berufsakademie in Lübeck. Riecke denkt gerne an diese Zeit zurück. „Neben klassischen BWL-Fächern wie Rechnungswesen, Controlling und Wirtschaftsrecht haben wir auch viel Tourismusspezifisches gelernt. Für uns standen so wohl Englisch und Spanisch als auch Tourismusmanagement und –marketing auf dem Programm. Und auch auf unseren Studienfahrten im In- und Ausland konnten wir jede Menge über die Tourismusbranche lernen.“

Kristin Riecke, die im übrigen auch schon einmal einige Wochen in Shanghai gelebt hat, hat ihr Studium sowie ihre Ausbildung im September 2008 mit der Traumnote Eins abgeschlossen – und das war nicht nur der Wirtschaftsakademie, sondern auch dem internationalen Frauen-Business-Netzwerk „Zonta“ eine Auszeichnung wert. „Ich habe den “Jane M. Klausmann-Award“ für meine Leistungen im Studium, aber auch für mein soziales Engagement bekommen“, erzählt die bescheidene Wahl-Hamburgerin, die ehrenamtlich ausländischen Gästen die Hansestadt zeigt.

Doch auch beruflich läuft es im wahrsten Sinne des Wortes „ausgezeichnet“ für die junge Frau. „Ich arbeite jetzt im Controlling der TUI Cruises GmbH. Ein wahrer Traumjob für die frisch gebackene Betriebswirtin. „Schon im Studium habe ich meine Affinität zu Controlling und Rechnungswesen entdeckt. Ich bin jetzt für die externe Berichterstattung zuständig.“ Kristin Riecke ist sich sicher: „Diese tolle Position habe ich bestimmt auch bekommen, weil ich als ehemalige Berufsakademie-Studentin nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch schon die nötige Praxiserfahrung mitbringe.“

In ferner Zukunft möchte Kristin Riecke noch ihren Master nachholen. Und vielleicht auch noch einmal ins Ausland. Ob es dann jedoch wieder nach Papua Neuguinea gehen soll, ist noch ungewiss....

UPDATE (05/2010)

Managerin Accounting/Controlling – so kann Kristin Riecke sich heute, zwei Jahre nach Ihrem Studienabschluss, nennen. „Seit März 2010 bin ich bei Tui Cruises in dieser Position tätig – und es macht mir riesengroßen Spaß“, strahlt die ehemalige Jahrgangsbeste.

Controlling war schon immer das Steckenpferd der Wahl-Hamburgerin, ihr neues Aufgabenfeld umfasst aber noch vieles mehr. „Das geht von der Buchhaltung über Reportings bis hin zum Jahresabschluss“, erklärt Riecke und ergänzt, „ich arbeite jetzt also so bereichsübergreifend, wie ich es mir immer gewünscht habe.“

Ein gutes Fundament für Kristin Rieckes beruflichen Erfolg ist in ihren Augen noch immer das vielseitige und praxisnahe Studium an der Berufsakademie der Wirtschaftsakademie. Sie sagt: „Das Studium hat mir ein unglaublich breites, vor allem aber auch praxisnahes Wissen vermittelt. Außerdem haben wir durch Haus- und Seminararbeiten gelernt, eigenständig zu arbeiten. Und auch das ist für meinen jetzigen Job sehr wichtig.“

Pläne, ins Ausland zu gehen und ihren Master zu machen hat Kristin Riecke im Übrigen noch immer – zurzeit liegen sie jedoch ein wenig auf Eis. Sie erzählt: „Die Arbeit bei Tui Cruises macht mir einfach so viel Spaß, dass ich mir im Moment nichts anderes für mich vorstellen kann. Ich möchte dort gerne noch jede Menge lernen und mich weiterentwickeln.“

UPDATE (03/2012)

Und wieviel Freude Kristin Riecke bis heute an ihrem Job bei TUI Cruises hat - das kann man in diesem Video auf YouTube sehen. Weiterhin viel Erfolg im Berufsleben!

Banker durch und durch – ausgezeichnetes BWL-Know-how

Schon zu Schulzeiten stand eines für Matthias Voigt fest: Er wollte Banker werden. „Während meiner Realschulzeit habe ich ein Praktikum bei einer Bank gemacht und war schon damals fasziniert von der Finanzwelt und der Börse“, erzählt der heute 23-Jährige. Nach dem Abitur auf einem Wirtschaftsgymnasium sollte dieser Wunsch des gebürtigen Itzehoers in Erfüllung gehen. „Ich war nach dem Abi auf der Suche nach einer Möglichkeit, in Schleswig-Holstein ein duales Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Bankwesen zu absolvieren.

So bin ich dann auf die Berufsakademie der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein aufmerksam geworden“, erinnert sich Matthias Voigt. „Meine parallele Ausbildung zum Bankkaufmann habe ich dann bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein absolviert – das war optimal für mich, weil ich das Unternehmen schon von einem ehemaligen Schulprojekt kannte.“

Drei Jahre lang wechselten sich für Matthias Voigt dann Theoriephasen bei der Berufsakademie und Praxiseinheiten in der Investitionsbank ab. Drei Jahre, an die er sehr gerne zurückdenkt. „Ich habe mich von Anfang an sehr wohl in der Akademie gefühlt. Alles war viel persönlicher als an einer großen Universität oder Fachhochschule. Wir Studenten hatten stets guten und engen Kontakt zu den Dozenten.“

Und auch die Studieninhalte waren ganz nach Voigts Geschmack: „Für uns stand alles rund um die Betriebswirtschaftslehre auf dem Programm – unter anderem Rechnungswesen, Marketing und Recht. Das Gelernte konnten wir dann in den Praxisphasen direkt in unserer täglichen Arbeit anwenden.“ Ein Fach hat es dem begeisterten Tennisspieler jedoch besonders angetan: Controlling.

„Ich habe meine Diplomarbeit dann  natürlich auch über ein Controlling-Thema, genauer gesagt, die Konzeption und prototypische Umsetzung für ein Unternehmenscontrolling in der Investitionsbank Schleswig-Holstein geschrieben“, erklärt Voigt. Und das ist dem ehrgeizigen Itzehoer so gut gelungen, dass sein Professor ihn ermutigt hat, seine Arbeit beim DZ-Karrierepreis 2009 einzureichen.

„Ich habe dann tatsächlich den zweiten Platz in der Kategorie  Diplomarbeit/Bachelor Thesis an einer Berufsakademie belegt“, erzählt Voigt stolz. „Den mit 3000 Euro dotierten Preis habe ich vor einigen Wochen bei einem großen Festakt in Frankfurt am Main entgegen genommen – das war ein sehr aufregender Tag für mich.“ Doch auch in Zukunft wird die Diplomarbeit den 23-Jährigen nicht loslassen. „Der Vorstand der Investitionsbank hat mich gebeten, demnächst einen Vortrag über meine Arbeit auf der nächsten Vertriebstagung zu halten“, erzählt Voigt weiter.

Jetzt, rund ein dreiviertel Jahr nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums, arbeitet der frischgebackene Betriebswirt und Bankkaufmann im Bereich Firmenkunden und Unternehmensfinanzierung bei der Investitionsbank in Kiel. „Die Arbeit macht mir großen Spaß – aber ich kann mir auch vorstellen, noch einen anderen Weg einzuschlagen“, sagt Voigt. „Vielleicht mache ich auch noch meinen Master oder arbeite für eine Unternehmensberatung. Aber egal, für was ich mich letztendlich entscheide: Das Studium an der Berufsakademie hat sicherlich den optimalen Grundstein für mein weiteres Berufsleben gelegt.“

UPDATE (05/2010)

Nicht nur seinem Faible fürs Controlling, auch der Investitionsbank ist Matthias Voigt fast zwei Jahre nach seinem Studienabschluss treu geblieben. Er sagt: „Ich bin noch immer im Bereich Firmenkundenbetreuung tätig, habe jetzt aber deutlich mehr Kreditkompetenz als noch vor einem Jahr.“ Mittlerweile darf der ehrgeizige Schleswig-Holsteiner nicht nur eigenständig über die Vergabe von großen Krediten entscheiden, er hat jetzt vor allem auch mehr Verantwortung. „Ich betreue jetzt eigenständig verschiedene Kunden. Das macht mir riesigen Spaß“, erzählt der Gewinner des DZ-Karrierepreises 2009.

Seine Weiterbildungspläne hat Matthias Voigt aber trotzdem nicht ad acta gelegt. „Ich möchte immer noch meinen Master machen. Gerne im Fernstudium neben dem Beruf. Und am liebsten in dem Studiengang „General Management“ um mir so auch die Option für andere Wirtschaftsbereiche offen zu halten.“

Matthias Voigt ist der erfolgreiche Berufseinstieg in die Welt der Banker also mehr als geglückt. Doch auch von seinen früheren Kommilitonen aus der Berufsakademie der Wirtschaftsakademie in Kiel kann der Betriebswirt Positives vermelden. „Wir hatten damals im Studium so ein kollegiales und gutes Verhältnis, dass wir uns noch immer regelmäßig treffen um uns auszutauschen. Erst letzte Woche habe ich mich wieder mit einigen meiner Kommilitonen getroffen. Alle sind mittlerweile in verantwortungsvollen Positionen in verschiedenen großen Banken tätig“, erzählt Voigt.  

Betriebswirtschaftslehre – Mit BWL-Know-how in die Welt der Medien

Werbekampagnen planen, mit Agenturen verhandeln oder Werbeauftritte auf großen Veranstaltungen organisieren – so sieht der spannende Arbeitsalltag von Ulrike Petersen aus. Die 27-Jährige arbeitet seit einem halben Jahr in der Unternehmenskommunikation der MACH 3-Marketing GmbH, die für die Radiosender R.SH, NORA und delta zuständig ist. „Der Job macht mir großen Spaß“, erzählt die gebürtige Greifswalderin. „Und ohne mein Studium der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsakademie in Kiel hätte ich ihn sicherlich nicht bekommen.“

Die Medienbranche hat Ulrike Petersen schon immer fasziniert. Daher hat sie nach dem Abitur auch ein Studium der Neueren Deutschen Literatur- und Medienwisssenschaften aufgenommen – jedoch schon bald die Lust am Uni-Alltag verloren. „Ich habe schnell gemerkt, dass das Studium an der Universität mir überhaupt nicht liegt“, erinnert sich die 27-Jährige. „An der Uni herrschte ein reiner Massenbetrieb und es fehlte mir einfach die Berufsperspektive.“ Daher orientierte sie sich nach einigen Semestern um – und begann ihr duales Studium der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie in Kiel.

„An der Wirtschaftsakademie habe ich mich dann sofort wohl gefühlt“, erinnert sie sich an ihre Studienzeit. „Das Studium war übersichtlicher gestaltet als an der Uni, der Kontakt zu den Professoren und Dozenten war viel enger und auch der gute Zusammenhalt unter uns Studenten hat mir super gefallen.“

Und auch die Studieninhalte waren ganz nach dem Geschmack der Wahl-Kielerin. „Für uns standen unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Controlling und Projektmanagement auf dem Programm. Mein absolutes Lieblingsfach war jedoch Marketing“, erzählt Petersen weiter. Ein großer Pluspunkt für die Wirtschaftsakademie war für sie zudem die Praxisnähe des Ausbildungsgangs. „Im Rahmen des Marketingunterrichts haben wir beispielsweise einmal eine Werbeagentur besucht und den Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter geschaut.“

Heute, ein halbes Jahr nach ihrem Abschluss ist sie stolz, ihr BWL-Studium in so kurzer Zeit abgeschlossen und anschließend sofort einen Job gefunden zu haben. „Ich finde es toll, dass ich bei MACH 3 jetzt meine Beigeisterung für Medien und Marketing miteinander verbinden kann und würde gerne noch lange in der Medienbranche arbeiten.“

Wie man mit Betriebswirtschaft auch international punkten kann

Eine junge Karriere, die sich schon jetzt sehen lassen kann: Mit 24 Jahren hat Kristof Krull bereits ein Praktikum im Ausland absolviert, ein duales Studium an der Berufsakademie der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel erfolgreich abgeschlossen, einen hoch dotierten Bankenpreis gewonnen und arbeitet nun in einer begehrten Position bei der HSH Nordbank in Hamburg. Wie er dies in so kurzer Zeit geschafft hat?

„Nachdem ich direkt nach dem Abi ein Praktikum bei der HSH Nordbank in Kopenhagen gemacht habe, war mir klar, wo es für mich beruflich hingehen sollte – ich wollte BWL mit dem Schwerpunkt Bank/Finanzierung studieren“, erinnert sich der gebürtige Kieler.

„Wichtig war mir dabei aber vor allem, dass das Ganze möglichst schnell und in einem dualen System stattfindet. Das heißt, dass man neben dem Studium an der Berufsakademie gleichzeitig eine Ausbildung in einem attraktiven Unternehmen
absolviert“, erklärt Kristof Krull und führt fort: „Als ich dann hörte, dass man so einen dualen Bildungsgang mit zwei hochwertigen Abschlüssen bei der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel in nur drei Jahren absolvieren kann, habe ich mich sofort um einen der begehrten Plätze beworben.“

Im August 2004 begann Krull seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der HSH Nordbank in Kiel und  nahm parallel hierzu sein Studium an der Wirtschaftsakademie auf. „Die Theorieblöcke haben jeweils drei Monate gedauert“, erinnert sich der Kieler, „Super war, dass ich das an der Akademie gelernte dann anschließend sofort bei der HSH Nordbank in die Praxis umsetzen konnte.“

In den Theorieblöcken an der Wirtschaftsakademie standen für Kristof Krull viele verschiedene Studienschwerpunkte auf dem Programm. „Wir hatten fast 20 unterschiedliche Fächer“, erinnert er sich, „unter anderem Kommunikation, Marketing, Unternehmensführung und Controlling.“

Nach drei Jahren dualem Studium hat Krull im Sommer 2007 seine Diplomarbeit zu dem komplexen Thema „Konzeption einer Projektfinanzierung bei Biomass-to-Liquid-Projekten“ geschrieben – und damit nicht nur seinen Professor begeistert, der die Arbeit mit einer beachtlichen 1,3 benotet hat.

„Mein Diplomarbeitsbetreuer hat mich auf die Idee gebracht, meine Arbeit beim renommierten DZ Bank-Karrierepreis einzureichen, der jedes Jahr zusammen mit dem Handelsblatt die besten Diplomarbeiten von Nachwuchs-Bankern prämiert – und ich habe mit meiner Arbeit über die Finanzierung von Biokraftstoffen wirklich einen der vorderen Plätze belegt“, freut sich der junge Diplom-Betriebswirt (BA). Im März konnte er in Frankfurt den 3. Platz in der Kategorie Berufsakademie/Fachhochschulen entgegen nehmen.

Doch auch beruflich kann Krull weitere Erfolge verzeichnen. „Nachdem ich nach meiner Ausbildung 7 Monate in der Immobilienabteilung der HSH Nordbank in Hamburg gearbeitet habe, bin ich nun in dem Bereich tätig, mit dem ich mich in meiner Diplomarbeit beschäftigt habe – nämlich in der Energiefinanzierung.“

Seit einigen Wochen kümmert sich Krull jetzt schon bei der HSH Nordbank um die Finanzierung von erneuerbaren Energien in ganz Europa und ist begeistert von seinem Aufgabenbereich. „Der Job macht mir jede Menge Spaß“, erzählt der 24Jährige weiter“, ich betreue jetzt die Finanzierung internationaler Energieprojekte und habe dabei jede Menge Kundenkontakt. Außerdem ist die Arbeit sehr abwechslungsreich.“

Danach gefragt, wo es beruflich noch einmal für ihn hingehen soll, muss Krull nicht lange überlegen. „Ich möchte gerne in der Energiefinanzierung bleiben. Und auf jeden Fall noch einmal beruflich ins Ausland. Die USA wären toll!“

Weitere Informationen

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