Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Studieren an der Berufsakademie - mehr als nur graue Theorie

Neue Horizonte und Perspektiven ermöglichen auch zahlreiche Zertifikate, die für Studierende übergreifend angeboten werden: vom CISCO Certified Network Associate über das ITIL Foundation Zertifikat bis zum Projektmanagement-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement oder Sprachzertifikaten wie beispielsweise LCCI.

Der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand ist im Studium immer dabei und wird unterstützt durch eine Vielzahl von Zusatzveranstaltungen. Externe Experten aus allen Studienbereichen geben als Gastreferenten im Rahmen von Vortrags- sowie Diskussionsrunden neue Einblicke, neue Ideen und ermöglichen das fachliche Networking.

Auf dieser Seite finden sich einige Beispiele:

Aktiv im Ausland

Seit vielen Jahren ermöglicht die Berufsakademie den Studierenden aller Studienrichtungen Eindrücke in ausländischen Hochschulen - beispielsweise in Großbritannien, in Irland oder in der Türkei – zu sammeln.
 
Nachdem in den vergangenen Jahren durch eine Zusammenarbeit mit der Heriot Watt University Lehrveranstaltungen in Edinburgh (Schottland) stattfanden, wurde in 2012 erstmalig eine Vereinbarung mit dem Waterford Institute of Technology (WIT) in Waterford (Irland) geschlossen. So nutzen seither jeden Sommer viele Studierende der Berufsakademie dies und belegen am WIT ein dreiwöchiges Intensivtraining, das auf das Pflichtmodul „Business Englisch“ bzw. „Englisch für Ingenieure“ im Studium an der Berufsakademie angerechnet wird. Die Inhalte umfassten Business English bzw. Engineering English, Academic English und General English und endeten jeweils mit einer Prüfung. Abgerundet wurde das Training durch landeskundliche Exkursionen. Durch Unterbringung im Studentenwohnheim des WIT, das ideal zwischen dem Campus und dem Zentrum von Waterford liegt, konnten zudem auch eigene Aktivitäten entfaltet werden, um den “Irish way of life“ kennenzulernen.
 
Ein weiteres Beispiel sind die seit mehreren Jahren bestehenden Aktivitäten mit der Marmara University in Istanbul, die sich an Studierende im 5. Semester richtet. Im Spätsommer 2012 absolvierten beispielsweise 21 Studierende der Berufsakademie innerhalb von zwei Wochen das angebotene Wahlpflichtmodul „Intercultural Knowledge and Behaviour“ an der Marmara University. Die Inhalte gliederten sich in vier Einzelmodule, die sich mit dem Rahmenthema „International Business, Strategy and Management“ sowie mit verschiedenen Aspekten der interkulturellen Kommunikation befassten. Die Lehrveranstaltung findet in englischer Sprache statt und schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab.

Projekt Energieanlagen

Praxisnahe Projektarbeiten kennzeichnen das duale Studium. Ein sechsköpfiges Team modernisierte eine Windkraftanlage, eine Solaranlage und einen Windmesser auf dem Dach der Wirtschaftsakademie. Einerseits brachten sie die Energieanlagen auf den neusten Stand, andererseits entwickelten sie diese weiter, um die gewonnene Energie in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Sie beschäftigten sich dabei jedoch nicht nur mit der technischen Umsetzung, sondern erstellten auch Zeit- und Budgetpläne und suchten nach geeigneten Sponsoren. Das Team gewann beispielsweise die Adolf Thies GmbH & Co. KG sowie die Fricke Gruppe für ihr Projekt.

Die Studierenden lernten nicht nur im Team zu arbeiten sondern auch ihre Kenntnisse über die einzelnen Fachgrenzen hinaus anzuwenden. Sie löteten, steckten Bauteile zusammen und programmierten.

Projekt Elektroauto BA-Matos E-Drive

Bereits mehrere Studierendengenerationen arbeiteten an einem Elektroauto der Berufsakademie und entwickeln es stetig weiter. Der Name beschreibt die Funktionen: MATOS steht dabei für die fünf Bereiche: Messung (Measuring), Analyse (Analysing), Nachverfolgung (Tracking), Ergebnis (Output) und Solartechnik (Solar). Die aktuellen Studierenden erweiterten das E-Mobil indem sie eine Solarfolie auf das Dach montierten. So kann das Elektroauto jetzt noch länger als bislang ohne externe Stromzufuhr fahren. Eine zusätzliche GPS-Standortbestimmung ermöglicht, immer zu wissen, wo sich das E-Mobil gerade befindet. Ein Display im Armaturenbereich zeigt die aktuellen Strom- und Spannungswerte an. Das Team wendete nicht nur Wissen aus dem Ingenieurswesen, sondern auch aus der Informatik und dem Projektmanagement an.

Projekt SortierBA

Dass die Projektteams auch an gesellschaftlich relevanten Problemlösungen arbeiten zeigt das Projekt „SortierBA“. Die Studierenden entwickelten eine Sortieranlage, die Metalle, Kunststoffe und organische Stoffe voneinander unterscheiden kann und in verschiedene Behältnisse sortiert. Dafür fräste das Team nicht nur ein spezielles Teil aus Plexiglas für den Greifarm, sondern programmierte den Roboter auch entsprechend, verbaute verschiedene Sensoren und einen Motor und automatisierte somit den gesamten Prozess. Zeitweise war auch kreative Problemlösungskompetenz gefragt als zum Beispiel elektromagnetische Strahlung den reibungslosen Ablauf störte. Eine Abschirmung half dieses Problem schnell zu beheben.

Kooperation mit Fernost

Im Jahr 2007 hat die Berufsakademie eine Kooperation mit der Zhejiang Economic and Trade Polytechnic (ZJETP) in Hangzhou (ca. 100 km westlich von Shanghai) geschlossen. Ziel dieser Kooperation ist es, chinesische Studierende in Zusammenarbeit mit schleswig-holsteinischen Unternehmen im Studiengang Betriebswirtschaftslehre zum Bachelor of Arts zu qualifizieren. Die ersten chinesischen Studenten haben in 2013 ihr duales Studium abgeschlossen. Studierende der Berufsakademie haben im Rahmen der Kooperation mit der ZJEPT die Möglichkeit, zusammen mit chinesischen Studierenden an einem zwei- bzw. dreiwöchigen „Summercamp“ jeweils im Juli/August in Hangzhou teilzunehmen, um Einblicke in die chinesische Sprache und die chinesische Kultur zu erhalten.

Projekt Aqua-Drohne

In nur acht Wochen haben die Studierenden des sechsten Semesters ein 500 mm langes und 230 mm breites automatisches U-Boot – eine Aqua-Drohne - im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts entworfen, angefertigt und mit moderner Technik ausgestattet. Das besondere daran: Alle Arbeitsschritte bis hin zur fertigen Drohne wurden von den angehenden Wirtschaftsingenieuren in Eigenregie und in einem festgelegten Budgetrahmen durchgeführt. Die Drohne, die von den Studierenden zunächst "Oculus" (lat. Auge) getauft wurde, kann sich nicht nur mit Hilfe einer speziell programmierten Computersteuerung eigenständig unter Wasser bewegen, sondern auch mit einer integrierten Kamera Videos aufzeichnen. Impressionen und weitere Informationen zum Projektstart 2009 finden sich hier, über die Weiterentwicklung in 2014 an dieser Stelle sowie über den aktuellen Stand in 2015 hier.

Projekte: Im Dialog mit den Unternehmen

Praxisbezug und die Umsetzung des Gelernten wird im dualen Studium an der Berufsakademie natürlich groß geschrieben. Daher bieten sich Studierenden vielfältige zusätzliche Möglichkeiten, das Erlernte in Projekten zu erproben. Wichtig dabei ist der Dialog mit den Unternehmen. So stellten künftige Wirtschaftsinformatiker der Berufsakademie mit ihrer Veranstaltung "Inspired" Betrieben ihre erfolgreichen IT-Projekte vor. Am Standort Lübeck erarbeiteten angehende Betriebswirte ein Kundenbindungsprogramm für den Automobilhandel. Ebenfalls in der Hansestadt entwickelten Studierende der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Tourismus beispielsweise neue Reiserouten, die von einem Reiseveranstalter nun - exakt so wie von den Studierenden geplant - auch angeboten werden.

open academy: Mehr erfahren im Studium

Der Blick in die Praxis bisher unbekannter Unternehmen, Branchen oder Spezialgebiete - das ist Ziel des studentischen Teams der open academy. Daher organisieren die angehenden Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte und Wirtschaftsinformatiker Exkursionen und Vorträge an der Wirtschaftsakademie. Die Themenvielfalt spiegelt die Breite ihrer Studiengänge wider: Von Windkraft bis Logistik, von Marketing bis Internet. Konferenz- und Kongressbesuche lassen Experten „hautnah“ darüber hinaus erleben.

Die Kombination macht´s: Putten & Pauken

Schleswig-Holstein als Land der Horizonte bietet für die Studierenden an der Berufsakademie in Kiel zusätzliche neue Erlebnis- und Erfolgshorizonte. Die Berufsakademie setzt stets auf neue Formen des Lehrens und Lernens - zur umfassenden Förderung und wissenschaftlichen Qualifikation der "jungen Pioniere". So bewiesen zum Beispiel Wirtschaftsinformatiker, dass Software Engineering und Englisch auch in Kombination auf einem Golfplatz lehrreich sein kann - und zugleich Spaß macht. Unter dem Motto "Putten und Pauken" simulierten die Studierenden eine internationale IT-Konferenz zum Thema "Object-oriented IT Solutions for Online Golf Communities" - die komplett in englischer Sprache auf - natürlich - einem Golfplatz in Schleswig-Holstein durchgeführt wurde.

Projektarbeiten Existenzgründung: Themenübergreifendes Wissen ist gefragt.

In den BWL-Seminaren des 4. Semesters setzten sich die Studierenden mit der Problematik der Existenzgründung auseinander. Dabei bauen sie theoretisch auf einer Standortwahl für ein Unternehmen, welche bereits im 2. Semester vorgenommen wurde, auf. Die Studenten und Studentinnen erstellen einen Geschäftsplan für eine von ihnen frei gewählte Gründungsidee. Diese kann realistisch, aber auch futuristisch sein. Davon zeugen solche Projekte wie: "Unternehmenskonzept der Space Service GmbH-Dienstleistungsunternehmen für Weltraumtourismus" oder "Ascaron Ltd.-Vertrieb von Powerbooten und Yachten, Reparatur- und Serviceleistungen". Die Erarbeitung der Geschäftspläne ist eine anspruchsvolle Aufgabe, da hier das gesamte betriebswirtschaftliche Wissen, welches bisher im Studium erworben wurde, zur Anwendung kommen muß. Inhalte sind z.B. Rechtsformwahl, Standortanalyse, Produkt- und Sortimentspolitik, komplexe Marketinganalysen und -strategien, Finanzplanungen, Personalentwicklung und auch Absatz- und Beschaffungsanalysen. Die Geschäftspläne werden im Seminar vorgestellt und verteidigt. Dabei müssen die "Existenzgründer" alle Fragen eines kritischen und interessierten Publikums beantworten - rhetorische Fähigkeiten und Kenntnisse in der Präsentation sind dabei ebenso wie Fachwissen gefragt.

Gemeinsam mehr erreichen: Aktivitäten neben dem Studium

Außerhalb der täglichen Lehrveranstaltungen lassen sich an der Berufsakademie weitere Aktivitäten finden. So treffen sich sportinteressierte Studierende und Dozenten regelmäßig in der nahe gelegenen Sporthalle zum Fußball- und Volleyballspiel sowie zum Bodytoning (unter sportfachmännischer Anleitung).

Darüber hinaus finden in Zusammenarbeit mit der Studierendenvertretung oder durch sie organisiert an der Berufsakademie in jedem Semester weitere Aktivitäten ganz unterschiedlicher Art statt.

Im Mai findet beispielsweise auch das jährliche Sportfest der Berufsakademie statt. Jede Studiengruppe stellt mindestens eine Mannschaft in den Disziplinen Fußball, Volleyball oder Boule. Auch die Dozenten betätigen sich sportlich und sind mit Mannschaften in den jeweiligen Disziplinen vertreten.