Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK): BWL-Know-how für die soziale Arbeit

Volkswirtschaftslehre, Controlling, Personalwirtschaft – als Christian Sievers 1991 seine erste Pastorenstelle antrat, hat er sich nicht träumen lassen, dass auch diese betriebswirtschaftlichen Grundlagen einmal zu seiner täglichen Arbeit in der Kirchengemeinde gehören würden. 

„In der Tat“, erinnert sich der waschechte Schleswig-Holsteiner. „Aber ich habe dann jedoch recht schnell gemerkt, dass man auch als Pastor jede Menge BWL-Know-how benötigt. Beispielsweise in der allgemeinen Gemeindeverwaltung.“

Als Christian Sievers 2006 von der Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) bei der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein hörte, war der 47-jährige Pastor sofort begeistert. „Das war genau das, was ich gesucht habe. Und auch mein derzeitiger Arbeitgeber, die nordelbische Landeskirche, fand die Idee super und war sofort bereit, sich an den Kosten für den Lehrgang zu beteiligen“, erzählt Sievers weiter.

Seit November 2006 absolviert daher der Pastor, der auch schon in der Militärseelsorge tätig war, die eineinhalbjährige Weiterbildung bei der Wirtschaftsakademie in Kiel. Immer mittwochs und samstags nimmt er mit zehn weiteren angehenden Fachwirten im Sozial- und Gesundheitswesen an Trainings in der Wirtschaftsakademie teil. „Für uns steht jetzt jede Menge wirtschaftliches Wissen auf dem Programm“, sagt Christian Sievers. „Beispielsweise Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Controlling und Recht.“

„Der Lehrgang ist schon nicht ohne“, erzählt der gebürtige Kappelner weiter. „Um die Abschlussprüfung im Mai gut zu bestehen bedarf es schon sehr viel Eigeninitiative und guter Vorbereitung. Ich bin mir aber sicher, dass ich es schaffen werde.“

Sicher ist sich Christian Sievers auch, dass ihm seine Teilnahme an dem Lehrgang schon jetzt sehr viel gebracht hat. „Ich habe jetzt einen viel besseren Einblick in die wirtschaftlichen Aspekte meines Berufes. Controlling und Rechnungswesen sind nun keine Fremdworte mehr für mich. Das hilft bei den täglichen Anforderungen in unserem Dienst.“

Wie es für den angehenden Fachwirt nach der Prüfung weitergehen soll, weiß Sievers auch schon ganz genau. „Ich würde gerne in der Diakonie arbeiten oder gemeindliche Aufgaben übernehmen.“ Direkt nach der Prüfung wird aber erst einmal richtig gefeiert. „Meine Mitstreiter und ich planen ein großes Fest. Wir haben uns in den letzten eineinhalb Jahren so gut verstanden, da muss das einfach sein."

UPDATE (01/2009)

Vor gut einem Jahr wusste Christian Sievers noch nicht, wie es für ihn beruflich weitergehen sollte. Heute, nach seiner im Mai 2008 erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung, kann er sich auf eine neue berufliche Herausforderung freuen.

„Nach einigen befristeten Stellen werde ich ab nächsten Monat wieder unbefristet als Pastor in einer Kieler Gemeinde arbeiten“, erzählt Sievers. Strahlend fügt er hinzu: „Meine zukünftige Gemeinde ist erst vor kurzer Zeit durch eine Fusion mehrerer Gemeinden entstanden. Es wird also viel Arbeit auf mich zukommen, auf die ich mich sehr freue. Da wird mir mein Wissen aus der Weiterbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) sicherlich zu Gute kommen."

Weitere Informationen

Weitere Informationen über die Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) lassen sich hier oder in kompakter Durchführung hier entdecken.