Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Beruflich neu durchstarten mit grenzüberschreitender Mechatronik

Stefan Paul hat schon in vielen Bereichen gearbeitet. „Ich habe zwei Berufe erlernt“, erzählt der 41jährige gebürtige Flensburger. „Nach der Schule habe ich zuerst eine Ausbildung zum KFZ-Schlosser absolviert. Nach vier Jahren bei der Bundeswehr habe ich dann noch eine Umschulung zum Kommunikationselektroniker gemacht.“

Aber das Richtige war es alles noch nicht, daher war Stefan Paul in den verschiedensten Branchen tätig.  „Eigentlich wusste ich schon immer, dass es für mich noch einmal in eine andere berufliche Richtung gehen sollte. Am liebsten wieder in den mechanischen Bereich“, erinnert er sich.

2007 machte ihn die Agentur für Arbeit auf das Programm Grenzüberschreitende Mechatronik (kurz: GMT) der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein aufmerksam, in dem arbeitssuchende Metall- und Elektrofachkräfte fit für Jobs im deutsch/ dänischen Grenzgebiet gemacht werden. „Das hat mich sofort interessiert“, erzählt Paul. „Und vier Wochen später ging es dann auch schon für mich los.“

Grenzüberschreitende Mechatronik – das hieß für Stefan Paul sechs Monate lang, fünf Tage die Woche an verschiedenen Trainings bei der Wirtschaftsakademie in Flensburg teilzunehmen. „Jeden Nachmittag standen für uns Theorieblöcke zu vielen verschiedenen Themen auf dem Programm. Beispielsweise Werkstoffkunde, Digitaltechnik oder auch Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz“, sagt Paul und fügt hinzu: „Die größte Herausforderung stand aber schon Vormittags immer für uns auf dem Stundenplan – nämlich ein Dänisch-Intensiv-Sprachkurs.“ Gemeinsam mit  den anderen Lehrgangsteilnehmern büffelte Paul jeden Morgen fünf Stunden lang dänische Vokabeln, Grammatik und Landeskunde und gibt rückblickend zu: „Natürlich war es anfangs ganz schön schwierig, noch einmal eine völlig neue Sprache zu erlernen. Aber unsere Dozenten haben uns sehr gut unterstützt. Mit der Zeit hat es mir sogar richtig Spaß gemacht!“

Spaß machte dem Flensburger auch ein sechswöchiges Praktikum bei der Wärme- und Kältetechnik-Firma Danfoss, das er im Rahmen des GMT-Lehrganges absolvierte. „Das war schon etwas für mich, in die Berufspraxis reinzuschnuppern und das, was ich während meiner Ausbildung gelernt habe wieder aufzufrischen.“

Doch das Praktikum war für Stefan Paul nicht nur interessant, es hat sich auch beruflich für ihn gelohnt: „An meinem vorletzten Tag bei Danfoss wurde ich gefragt, ob ich nicht da bleiben möchte - und natürlich wollte ich das!“, erzählt der Schleswig-Holsteiner stolz.

Seit Februar 2008 arbeitet Stefan Paul als Maschinenreparateur in seinem ehemaligen Praktikumsbetrieb und ist dafür zuständig, Fehler in defekten Maschinen zu finden und zu beheben. Er freut sich: „Der Job gefällt mir richtig gut. Außerdem verstehe ich mich super mit den Kollegen. Kurzum – ich fühle mich hier total wohl!“

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