Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Praxis statt Theorie - Industriefachwirte (IHK)

Dass sie einen anspruchsvollen, kaufmännischen Beruf ergreifen wollte, das war für Selma Voß aus Pinneberg schon immer klar. Daher entschied sie sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau, die sie bereits nach zwei Jahren erfolgreich abschloss. Nach der Lehre hat die heute 29-Jährige dann einen kurzen Ausflug an die Universität unternommen. Sie erinnert sich „Mein Beruf hat mir immer großen Spaß gebracht, trotzdem wollte ich gerne noch mehr und habe ein BWL-Studium begonnen.“ Das ausschließlich theoretische Lernen an der Uni war jedoch nichts für die ehrgeizige Schleswig-Holsteinerin. „Ich war einfach nicht mit Herzblut bei der Sache und wollte unbedingt wieder praktisch arbeiten“, erzählt sie. „Daher habe ich mich nach einer Festanstellung in meinem erlernten Beruf umgeschaut und bei der Firma Höhne in Pinneberg wieder angefangen als Industriekauffrau zu arbeiten.“

Weiterbilden wollte die Pinnebergerin sich dennoch – und ist bei ihrer Suche nach einem geeigneten Bildungsanbieter schnell auf die Wirtschaftsakademie in Elmshorn gestoßen. Sie sagt: „Ich wollte unbedingt meinen Industriefachwirt (IHK) machen. Und als ich dann erfahren habe, dass man den Fachwirt bei der Wirtschaftsakademie berufsbegleitend in 14 Monaten absolvieren kann, war ich sofort begeistert und habe mich für die Weiterbildung angemeldet.“

Jeden Mittwochabend und jeden Samstag stand für Selma Voß alles rund um Betriebswirtschaftslehre und Materialwirtschaft auf dem Programm. Sie ergänzt: „Dabei hatte ich das Glück, dass ich mir sogar einige Scheine aus meinem BWL-Studium anrechnen lassen konnte.“ Gelangweilt hat sie sich bei der Wirtschaftsakademie trotzdem nicht. „Ich konnte noch jede Menge dazulernen. Beispielsweise über Kostenleistenrechnung, Personalwirtschaft oder auch Produktionswirtschaft.“

An die Dozenten denkt die 29-Jährige dabei gerne zurück. „Uns wurde auch der trockensten Stoff sehr anschaulich und interessant vermittelt.“ Und auch an die anderen Lehrgangs-Teilnehmer hat sie durchweg positive Erinnerungen. „Wir haben nicht nur gemeinsam gelernt, sondern uns auch privat bestens verstanden. Viele von uns haben sogar heute noch Kontakt.“

Am Ende des 14-monatigen Fachwirt-Lehrgangs standen für Selma Voß und ihre Mitstreiter dann die Abschlussprüfungen. „Ich habe die schriftlichen und mündlichen Prüfungen gleich beim ersten Anlauf bestanden“, erzählt sie und fügt hinzu: „Damit hatte ich nicht gerechnet, weil das Bauchgefühl nicht das Beste war, schließlich waren die Prüfungen ganz schön anspruchsvoll.“

Doch nicht nur das Lernen hat sich für Selma Voß gelohnt, auch beruflich ging es für sie mit dem Industriefachwirt (IHK) in der Tasche weiter bergauf. „Ich bin bei Höhne jetzt im Einkauf tätig und seit August 2009 auch für die Betreuung unseres allerersten Auszubildenden zuständig – schließlich habe ich im Rahmen der Weiterbildung auch gleich noch meinen AdA-Schein gemacht. So bin ich jetzt also bestens für die neue Aufgabe qualifiziert.“ 

Sicherer Job durch Weiterbildung: Industriefachwirte (IHK)

Seit ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau arbeitet Wencke Wrobel bei der Total Bitumen Deutschland GmbH. „Wir stellen Bitumen, also ein Vorprodukt für Asphalt, her“, erklärt die 26-Jährige. „Außerdem produzieren wir auch für die Marine und betanken Schiffe.“ Ihr Job macht ihr seit je her großen Spaß – trotzdem sollte das noch lange nicht alles für die ehrgeizige Brokdorferin gewesen sein.

Sie erzählt: „Ich wollte mich unbedingt noch weiterbilden. Da mir ein Studium aber viel zu langwierig und theoretisch war, habe ich mich dafür entschieden, meinen Industriefachwirt (IHK) zu machen.“ Und wo sie ihren Fachwirt-Lehrgang besuchen wollte, stand für Wencke Wrobel sofort fest. „Ich habe vor einigen Jahren die Prüfungsvorbereitungen für angehende Industriekaufleute bei der Wirtschaftsakademie in Elmshorn besucht. Schon damals hat mir das Lernen dort sehr viel Spaß gemacht und mich super auf meine Prüfungen vorbereitet“, erzählt Wrobel. Auch, dass sie ihren Industriefachwirt (IHK) bei der Wirtschaftsakademie komprimiert in nur 14 Monaten absolvieren konnte, war für sie ein klarer Pluspunkt.

Im Februar 2008 begann die Brokdorferin dann ihre Weiterbildung – und denkt noch heute gerne an diese Zeit zurück. „Ich habe natürlich jede Menge über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und Materialwirtschaft gelernt. Am meisten Spaß gebracht haben mir aber Kostenleistenrechung sowie Personalwirtschaft.“ Sie fügt hinzu: „Ich merke in Gesprächen mit Kollegen immer wieder, dass ich mich jetzt viel besser in Personalangelegenheiten auskenne. Das ist schon ein tolles Gefühl.“

Heute, einige Monate nach den Abschlussprüfungen, hat sich die Weiterbildung beruflich für Wencke Wrobel mehr als gelohnt. „Ich habe jetzt bei der Total Bitumen eine Position mit deutlich mehr Verantwortung: Ich bin jetzt im Einkauf tätig – und diese Stelle hätte ich ohne den Industriefachwirt (IHK) in der Tasche sicherlich nicht bekommen. Außerdem habe ich jetzt einen unbefristeten Vertrag. Und das ist heutzutage natürlich Gold wert.“

Industriefachwirte (IHK) – BWL-Know-how für die Industrie

Lagerhallen groß wie Fußballfelder, gigantische Maschinen und eine Vielzahl von Werkzeugen – so stellen sich sicherlich viele den Arbeitsplatz eines Industriefachwirtes vor. „Nein nein“, lacht der frischgebackene Industriefachwirt (IHK) Jendrik Schütt, „ich bin strategischer Einkäufer, mit der Produktion habe ich so gut wie nichts zu tun.“

Aber wie wird man eigentlich Industriefachwirt? „Erst einmal habe ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht“, erzählt der 22Jährige aus dem schleswig-holsteinischen Sülfeld. „Ich konnte mich schon immer für Technik begeistern und wollte außerdem etwas kaufmännisches machen. Da bot sich diese Ausbildung einfach an.“

Noch heute arbeitet Jendrik Schütt in seinem Ausbildungsbetrieb bei der Firma Minimax GmbH und Co. KG in Bad Oldesloe. „Wir stellen stationäre Brandschutzanlagen und Gaslöschanlagen her“, erklärt Schütt und ergänzt: „Der Job macht mir großen Spaß, nach der Lehre wollte ich mich aber gerne noch weiterqualifizieren.“

Auf Empfehlung von Kollegen hat er sich für die Weiterbildung zum Industriefachwirt (IHK) bei der Wirtschaftsakademie in Lübeck angemeldet - und 2006 ging es dann für den jungen Industriekaufmann und neun weitere Mitstreiter auch schon los.  Eineinhalb Jahre lang, jeden Samstag, standen für die 10 angehenden Industriefachwirte die verschiedensten Themen auf dem Programm. „Ich konnte vieles vertiefen, was ich in meiner Ausbildung  bereits gelernt hatte“, erinnert sich Jendrik Schütt. „Beispielsweise Rechnungswesen und Jahresabschluss.“ Lachend fügt er hinzu:  „Das waren schon damals meine Lieblingsfächer. Ich bin einfach ein Zahlenfreak.“ Aber auch neue Bereiche standen für ihn auf dem Plan. „Mit Recht und Personalmanagement hatte ich vorher noch gar nichts zu tun. Das war schon sehr interessant, auch in diese Gebiete einen Einblick zu bekommen und jetzt in der Firma mitreden zu können.“

Nach 18 Monaten an der Wirtschaftsakademie in Lübeck war es dann so weit – die Abschlussprüfungen standen an. „Wir mussten drei schriftliche Prüfungen ablegen und ein mündliches Fachgespräch führen“, erzählt Schütt und fügt nicht ganz ohne Stolz hinzu: „Ich habe alle Prüfungen gut bestanden.“

Beruflich hat sich die Weiterbildung schon während seiner Zeit bei der Wirtschaftsakademie für Jendrik Schütt gelohnt. „Schon damals bin ich zum Einkaufskoordinator befördert worden. Das heißt, ich kümmere mich um die Rahmenbedingungen für die Beschaffung von Waren und die langfristige Ausrichtung des Einkaufes bei uns in der Firma.“ Das soll es aber noch nicht alles für den ehrgeizigen Sülfelder gewesen sein. „Ich möchte mich auf jeden Fall noch weiter fortbilden. Wahrscheinlich werde ich noch meinen Betriebwirt obendrauf setzen – und das natürlich dann auch wieder bei der Wirtschaftsakademie."

UPDATE (08/2009)

Heute, ein Jahr später, denkt Jendrik Schütt noch immer gerne an seine Weiterbildung zum Industriefachwirt (IHK) zurück. Er erzählt: „Ich habe jede Menge gelernt. Vor allem das neue BWL-Know-how ist für meinen Job als Einkaufskoordinator Gold wert und hilft mir sehr in meiner täglichen Arbeit.“

Schütt hat noch immer großen Spaß an der Organisation des Einkaufs für die Firma Minimax – die geplante Weiterbildung zum Betriebswirt hat er aber trotzdem nicht aus den Augen verloren. „Ab dem 1. September mache ich berufsbegleitend auch noch meinen staatlich geprüften Betriebswirt“, erzählt der Sülfelder weiter. Auf ein Themengebiet freut er sich dabei besonders: „Ich bin schon sehr gespannt, was ich in der Weiterbildung alles über Marketing lernen werde. Ich könnte mir nämlich sehr gut vorstellen, später auch einmal im Vertrieb zu arbeiten.“

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