Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Eine Weiterbildung zum Durchstarten und Abheben - Industriemeister Luftfahrttechnik (IHK)

19 Tonnen Gewicht, 50.000 PS Leistung und eingebettet in 40.000 Einzelteile - das sind nicht nur die atemberaubenden Daten eines „Jumbojettriebwerks“, sondern vor allem der Arbeitsalltag des Industriemeisters für Luftfahrttechnik Heinz Huber.

Durch einen beruflichen Umweg ist der 39Jährige zu seinem spannenden Job bei der Lufthansa gekommen. „Eigentlich bin ich ja gelernter Maschinenbauer“, erzählt der gebürtige Baden-Württemberger. „Ich habe dann mehrere Jahre auch in diesem Beruf in einer Raffinerie gearbeitet. Auf die Dauer war mir das aber körperlich zu anstrengend, daher habe ich mich umorientiert.“ Vom Schwarzwald ging es für Heinz Huber in den hohen Norden. Erst nach Brunsbüttel, dann nach Hamburg. „Seit mehreren Jahren arbeite ich jetzt schon bei der Lufthansa Technik. Angefangen habe ich als Flugzeugmechaniker und habe in erster Linie Triebwerke für die Boing 747, also den Jumbojet, gebaut und gewartet.“

Durch Zufall wurde der gelernte Maschinenbauer im Jahr 2004 auf die Weiterbildung zum Industriemeister Luftfahrttechnik (IHK) bei der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein aufmerksam. „Ich habe eine Anzeige bei uns im Intranet gelesen und war sofort begeistert! Die Weiterbildung war wie für mich gemacht und fand zudem teilweise noch bei uns auf dem Lufthansa-Gelände statt.“

Im November 2004 ging es für Huber und 25 weitere Fachkräfte aus der Luftfahrtbranche los: Zwei Abende in der Woche sowie an einigen Samstagen standen für die angehenden Industriemeister in über 1000 Unterrichtsstunden die verschiedensten Lerninhalte auf dem Programm. „Das ging von Betriebswirtschaftslehre über Fachrechnen und technischer Physik bis hin zum Zeitmanagement“, erinnert sich der Baden-Württemberger. Weiter erzählt er: „Die ganze Weiterbildung dauerte drei Jahre.

Nach dem ersten Jahr haben wir eine Basisprüfung abgelegt und nach dem zweiten Jahr die Ausbildereignung erlangt. Nach dem dritten Jahr ging es dann an die Abschlussprüfung, in der wir zwei vierstündige Klausuren geschrieben haben.“ Anfang 2008 konnte Heinz Huber dann sein IHK-Zertifikat entgegennehmen. „Ich habe mit einer guten Zwei bestanden“, freut sich der frischgebackene Industriemeister der Luftfahrttechnik, „und beruflich gelohnt hat sich die Weiterbildung alle Male für mich.“

Seit kurzem ist der 39-Jährige nun nicht mehr für die Wartung der Triebwerke zuständig, sondern koordiniert die Arbeit seiner Mitarbeiter. „Ich plane jetzt Termine, erstelle Netzpläne und arbeite eng mit den Technikern zusammen. Vor allem die Lehreinheiten zur Mitarbeitermotivation und Personalführung haben mir für diese neuen Aufgaben sehr geholfen.“

Rückblickend ist Heinz Huber froh, den Schritt aus der Raffiniere in die Luftfahrttechnik gemacht zu haben. „Auf jeden Fall“, strahlt er. „Ich stelle mich bei der Lufthansa Technik tagtäglich neuen Herausforderungen und habe so viele interessante Aufgaben.“

Weitere Informationen

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