Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

"Bildung - ein Rohstoff, der sich vermehrt"

Wie geht es nach der Schule weiter? Für diese und andere Fragen gab es für die Neuntklässler der Baltic-Gesamtschule jede Menge praktische Tipps von Dr. Detlef Reeker, Geschäftsführer der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein.

„Bildung ist der einzige Rohstoff, der sich vermehrt, wenn man ihn gebraucht.“ Mit diesem Satz werden wir, die Klasse 9 c der Baltic-Gesamtschule, von Dr. Detlef Reeker, Geschäftsführer der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, in der Lübecker Niederlassung begrüßt. Dass wir in einer Werkshalle und ehemaligen Schweißerei sitzen, ist nicht mehr zu erkennen. Hell, mit großen abstrakten Bildern an der Wand, wirkt die Halle auf uns einladend und offen. Noch ist uns ist die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein unbekannt – doch das ändert sich schnell.

Vorab einige Fakten: Über 25 000 Menschen nehmen im Jahr an etwa 800 Bildungsangeboten teil. Neben Sprachen bestehen die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten unter anderem auf dem Gebiet des Personalwesens, der Kommunikation, der Wirtschaft, der Elektronik oder der Metallbearbeitung. Die Angebote werden von verschiedenen Trägern – zum Beispiel von Betrieben und der Agentur für Arbeit – übernommen. Oder aber auch selbst von den Teilnehmern finanziert. Außerdem wird Jugendlichen und Arbeitssuchenden geholfen, in den Berufsalltag zu finden. Da auch für viele von uns bereits die Phase der Berufsorientierung beginnt, hörten wir besonders gut zu.

Nach dem Sinn von Praktika gefragt, erläutert uns Dr. Reeker deren Notwendigkeit: „Praktika sind eine sehr wichtige Informationsquelle, wenn es darum geht, den richtigen Beruf für sich zu finden.“ Eine Bewerbung werden alle von uns schreiben müssen, daher sollte sie sauber und fehlerfrei sein. „Der gute Wille und die Motivation für den Beruf müssen deutlich werden“, sagt der Geschäftsführer. „Außerdem sollte das Foto ein selbstbewusstes und offenes Gesicht zeigen. Das wird bereits einen guten Eindruck beim Arbeitgeber hinterlassen“, erklärt Reeker.

Auch für das Vorstellungsgegespräch bekommen wir Tipps: Ein kräftiger, souveräner Händedruck und eine deutliche Sprache sind neben angemessener Kleidung wichtig. Wenn wir dann den Berufsweg beschritten haben, gibt es immer wieder Möglichkeiten, seine Träume zur Weiterbildung zu erfüllen. Denn „am Anfang steht der Wille, in der Mitte die Tat und am Ende der Erfolg“, sagt Dr. Reeker ermutigend. Eine weitere neue Information ist für uns der Stellenwert der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Auf gute Leistungen in diesen Fächern achten Ausbildungsbetriebe zum Beispiel im Bereich Kraftfahrzeug. Dr. Reeker beendet das Gespräch mit dem Motto der Wirtschaftsakademie an ihren derzeit 22 schleswig-holsteinischen Standorten: Aus der Wirtschaft – für die Wirtschaft. So sind unsere Fragen beantwortet und unser Rohstoff „Bildung“ wieder etwas angereichert.

Die Schüler fühlten Gesprächspartner Dr. Reeker so richtig auf den Zahn und erhielten wertvolle Ratschläge.

VON DER KLASSE 9 C DER BALTIC-GESAMTSCHULE, LÜBECK

(aus: Lübecker Nachrichten, 10.12.2009)