Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Küchenmeister (IHK) – Mit Genuss zum Erfolg

„Schon als Kind habe ich leidenschaftlich gerne gekocht“, erzählt Erik Brack. „Und daher gab es auch nie einen anderen Berufswunsch für mich, als Koch zu werden.“

Nach der mittleren Reife hat sich der 31-Jährige diesen Wunsch erfüllt: „Ich habe eine Ausbildung in einem renommierten Hotel- und Restaurantbetrieb im Badischen gemacht. Anschließend habe ich dann die Gelegenheit genutzt, Berufserfahrungen in verschiedenen Restaurants im In- und Ausland zu sammeln.“

Für den frischgebackenen Koch ging es damals in international anerkannte Küchen nach Hessen, in die Schweiz und mit dem Kreuzfahrtschiff MS Deutschland im Jahr 2000 sogar einmal um die ganze Welt. „Das war eine tolle Zeit. Ich habe innerhalb eines halben Jahres eine komplette Weltreise gemacht, war zum Beispiel in Australien, Südafrika und in unzähligen Häfen Europas.“

Zurück in Deutschland zog es den gebürtigen Karlsruher nach Nordfriesland. „Ich habe dann angefangen, in einem Husumer Luxushotel als stellvertretender Küchenchef zu arbeiten. Das hat mir auch sehr gut gefallen“, erinnert sich Brack weiter. „Doch ein Wunsch ging mir niemals so ganz aus dem Kopf: Ich wollte gerne noch meinen Meister machen.“

Nachdem Brack schon die Weiterbildung zum Diätkoch im Bildungszentrum für Tourismus und Gastronomie (BTG) der Wirtschaftsakademie in Husum absolviert hatte, entschied er sich 2003 auch seinen Küchenmeister (IHK) dort abzulegen. „Normalerweise besucht man den Lehrgang drei Monate in Vollzeit, ich habe mich aber dafür entschieden, meinen Meister berufsbegleitend zu machen.“ Das hieß für den Familienvater: Morgens Meistertraining bei der Wirtschaftsakademie, abends arbeiten im Hotel. „Das war schon nicht ohne, jeden Tag 15 Stunden auf den Beinen zu sein“, erinnert sich Brack“, aber ich wusste ja, wofür ich es tue.“

Für die angehenden Küchenmeister standen während der Zeit bei der Wirtschaftsakademie jede Menge theoretische und praktische Einheiten auf dem Programm. „Wir haben logischerweise viel über Lebensmittel und ihre Zubereitung gelernt“, erzählt Erik Brack. „Es standen beispielsweise Lebensmittelkunde, Verarbeitungstechniken und Hygiene für uns auf dem Lehrplan. Außerdem haben wir natürlich viel gekocht.“ Besonders gut gefallen hat dem Baden-Württemberger, dass er trotz seiner langjährigen Berufserfahrung sich noch viel neues Wissen bei der Wirtschaftsakademie aneignen konnte. Er erinnert sich: „Ich konnte meinen „Kochhorizont“ noch um einiges erweitern. Das war sehr interessant.“

Ein neues Feld waren für die 20 Köche des Meisterlehrgangs betriebwirtschaftliche Trainingseinheiten. „Unsere Dozenten - mit denen wir übrigens immer einen sehr netten und freundschaftlichen Umgang gepflegt haben - haben uns unter anderem auch in Buchhaltung, Arbeitsrecht und Unternehmensorganisation fit gemacht.“

Nach dem dreimonatigen Lehrgang standen die Abschlussprüfungen für Brack und seine Mitstreiter an. „Die Meisterprüfung bestand aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil“, erinnert sich der 31-Jährige und fügt nicht ganz ohne Stolz hinzu. „Ich habe übrigens als Bester mit einer glatten Eins abgeschlossen.“

Mit dem Meisterbrief in der Tasche, ging es für Erik Brack auf der Karriereleiter erneut weiter nach oben. „Ich habe einige Monate für die IHK in Flensburg gearbeitet und junge Leute für die Ausbildung zum Koch begeistert. Außerdem war ich als Berater für verschiedene Gastronomiebetriebe in Nordfriesland tätig.“

2006 hat es ihn jedoch wieder auf die MS Deutschland verschlagen. „Jetzt bin jetzt Küchenchef auf dem einzigen deutschen Fünf-Sterne-Schiff. Für mich hat sich der Meisterlehrgang also mehr als gelohnt“, freut sich Erik Brack. 

(UPDATE 02/2015)

Nach acht Jahren auf hoher See sucht Erik Brack nach einer neuen Herausforderung: Seit Februar 2015 ist er Küchenchef im Hallig-Krog auf der Hamburger Hallig im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Seinen kulinarischen Schwerpunkt legt Bracks auf landestypische Spezialitäten wie zum Beispiel Lamm, Fisch und Krabben. Dabei ist es ihm besonders wichtig, dass die Zutaten aus ökologischem Anbau aus der Region stammen. Deshalb verwendet er Eier aus den Reußenkögen, Kartoffeln von Nordstrand und Spargel aus dem Desmerciereskoog. Mit Sicherheit ein kulinarisches Erlebnis in der Region.

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