Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Wirtschaftsfachwirte (IHK) - wahre Organisationstalente

Die eigene Frau ist hochschwanger und man selbst steht unmittelbar vor den Abschlussprüfungen seiner Aufstiegsfortbildung – was hier klingt wie in einem schlechten Film, war Realität für Jan Weinert, der sich mitten in den Prüfungen seiner IHK-Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt befand, als seine Frau mit seiner Tochter in den letzten Schwangerschaftswochen war. „Das war schon nicht leicht. Wäre meine Frau nicht so stark gewesen, hätte ich das nicht gepackt. Sie stand immer hinter mir, dafür bin ich ihr sehr, sehr dankbar“, erzählt der 32-jährige stolz.

Nachdem Jan Weinert 2003 seine Fachhochschulreife erlangte, absolvierte er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem Reifen- und Rädergroßhandel. „Anschließend wechselte ich zu der Firma Hartung GmbH & Co. KG und begann parallel dazu ein BWL-Fernstudium“, erzählt der frischgebackene Vater. „Nach einiger Zeit musste ich mir jedoch eingestehen, dass ich nicht der Typ für ein Fernstudium bin" gibt er offen zu. "Mir fehlte es dort an fester Struktur sowie an ein paar "Leidensgenossen" in Form einer Unterrichtsklasse."

Von 2011 bis 2014 besuchte Jan Weinert die IHK-Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt bei der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel. „Der Wechsel vom Fernstudium zu der Weiterbildung bei der Wirtschaftsakademie war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können,“ sagt der Neumünsteraner, „das Lernen in Unterrichtsgruppen war genau das Richtige für mich, auch wenn es nicht immer einfach war Familie, Sport, Arbeit und Lernen unter einen Hut zu bekommen“, gesteht der Hobby-Fußballer.

Vor der Weiterbildung arbeitete Jan Weinert im Vertriebsinnendienst und hatte vor allem mit Kundenanliegen jeglicher Art zu tun. „Zukünftig gibt mir die Geschäftsführung die Chance, mein erlerntes Wissen aus der Weiterbildung in die Praxis umsetzen zu können“, erzählt er glücklich. „Ich werde mich ab jetzt unter anderem um das Thema Ausbildung in unserem Unternehmen kümmern“, berichtet Jan Weinert. „Dazu gehören die Stellenausschreibungen, das Prüfen der Bewerbungsmappen und die Vorstellungsgespräche mit den potenziellen Auszubildenden sowie das Vermitteln sämtlicher Ausbildungsinhalte.“

Bevor er diese Aufgabe bekam, bildete die Firma Hartung GmbH & Co. KG nicht aus. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich jungen Menschen die Möglichkeit bieten kann, bei uns eine Ausbildung zu absolvieren“, erzählt er. „Das ist eine neue Herausforderung für mich und ich bin froh, dass sich das Lernen nun auszahlt und ich gleichzeitig etwas für das Unternehmen tun kann.“

Bereits während des Lehrgangs zum Wirtschaftsfachwirt hat sich Jan Weinert sich für den Geprüften Betriebswirt (IHK) angemeldet. „Der IHK-Betriebswirt ist der krönende Abschluss, den man als IHK-Aufstiegsfortbildung erlangen kann“, erklärt er. „Mit dieser Weiterbildung möchte ich das IHK-Paket gerne abrunden und mein Wissen vertiefen“, sagt er weiter. „Natürlich möchte ich auch weiterhin erfolgreich bleiben, um jederzeit für meine Familie sorgen zu können“, ergänzt Jan Weinert. „Der Weg dorthin wird sich lohnen, auch wenn es kein einfacher sein wird.“

Wirtschaftsfachwirte (IHK) - erfolgreiche Wirtschaftsspezialisten

Tim Werner aus Kiel hat etwas geschafft, auf das er stolz sein kann: Der ehemalige Hauptschüler hat sich bis in die Finanzbuchhaltung einer weltweit operierenden Modekette hochgearbeitet – mit viel Fleiß und der Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK).

„In der Realschule hatte ich einige Schwierigkeiten, so dass ich letztendlich auf die Hauptschule wechseln musste“, erinnert sich der 25-Jährige an seine Schulzeit. „Da hat mich dann aber der Ehrgeiz gepackt und ich habe als einer der Jahrgangsbesten den Abschluss geschafft. Das war damals ein großes Erfolgserlebnis.“

Der gebürtige Preetzer hat anschließend eine Ausbildung zum Bürokaufmann bei der Modekette New Yorker absolviert – und auch diese mit Bravour bestanden. „Da ich mit einer Eins abgeschlossen habe, habe ich so automatisch auch den Realschulabschluss erlangt.“ Werner hat Spaß an seiner Arbeit bei der Modekette. „Das Arbeiten im Büro liegt mir einfach. Und vor allem die Finanzbuchhaltung, in der ich seit meiner Ausbildung tätig bin, ist richtig zu meinem Steckenpferd geworden“, erzählt der ehrgeizige Bürokaufmann.

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Doch bei diesem ersten beruflichen Erfolg sollte es nicht bleiben: „Ich war sehr glücklich, die Ausbildung so gut gemeistert zu haben. Trotzdem wollte ich mich gerne noch weiterqualifizieren – da bot sich die Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt einfach an.“

Im November 2005 begann für Tim Werner dann das berufsbegleitende Lernen bei der Wirtschaftsakademie in Kiel. Eine Zeit, an die er gerne zurückdenkt. „Für mich war viel Neues dabei“, sagt er. „Für uns standen unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Unternehmensführung auf dem Programm. Meine absoluten Lieblingsfächer waren aber Marketing und Betriebswirtschaftslehre.“ Auch an seine damaligen Mitstreiter erinnert er sich gerne. „Ich habe sehr viele nette Menschen bei der Wirtschaftsakademie kennen gelernt, mit denen sich teilweise enge Freundschaften entwickelt haben.“

Die Weiterbildung hat sich für den 25-Jährigen natürlich aber nicht nur privat sondern auch beruflich mehr als ausgezahlt. Er erzählt: „Nachdem ich 2007 meinen Wirtschaftsfachwirt mit einer guten Zwei abgeschlossen hatte, hat mich mein Arbeitgeber mit einer verantwortungsvollen, neuen Aufgabe betraut: Ich war 16 Monate lang in Wien, um die Finanzbuchhaltung für unsere Filialen in Saudi Arabien, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate aufzubauen.“

Bei dieser neuen Herausforderung kam ihm das während der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt erlangte Wissen zu Gute. „Das betriebswirtschaftliche Know-how hat mir sehr geholfen, mich in meinem neuen Aufgabenbereich zu orientieren und effektiv zu arbeiten.“

Zurück in Kiel ging es für Tim Werner erneut zur Wirtschaftsakademie: „Im November 2008 hat der nächste Weiterbildungslehrgang für mich begonnen: Ich mache jetzt auch noch meinen Betriebswirt (IHK).“ Auf die Frage, warum er sich erneut der Herausforderung stellt, Job und berufsbegleitende Weiterbildung unter einen Hut zu bringen, hat der Kieler eine klare Antwort: „Für mich ist der Mix aus Arbeiten und berufsbegleitendem Lernen einfach perfekt: Ich kann das Gelernte sofort in meiner täglichen Arbeit anwenden und kann so schnell Erfolge sehen. Und  das kann ich nur jedem empfehlen, der beruflich weiterkommen möchte“, so der ehrgeizige Wahl-Kieler. 

Wirtschaftsfachwirte (IHK): Echte Generalisten

Ein Jubiläum, dass sich sehen lassen kann: Seit fast 25 Jahren arbeitet Claudia von Huth schon bei einem der größten Bildungsträger im Norden. „1985 habe ich dort meine Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen und bin dem Haus  seitdem immer treu geblieben“, erzählt die 42-jährige Kielerin. Egal ob in der Abteilung für überbetriebliche Ausbildung, dem Seminarsekretariat oder der Wohnheimverwaltung - Claudia von Huth hat schon in vielen verschiedenen Bereichen gearbeitet.

Nur von 1994 bis 2000 hat sie aus gutem Grund eine kleine Pause eingelegt. „Da war ich im Erziehungsurlaub und war voll und ganz für meine beiden Kinder da“, berichtet die Mutter eines 14-jährigens Sohnes und einer 11-jährigen Tochter.

Fünf Jahre nach ihrem beruflichen Wiedereinstieg wollte Claudia von Huth es dann „noch einmal wissen“. „Ich hatte wieder mal Lust auf etwas „Gehirnjogging“, erzählt sie weiter und fügt augenzwinkernd hinzu: “Außerdem wollte ich sehen, wie viel ich in meinem Alter noch lernen kann. Da bot sich eine berufsbegleitende Aufstiegsfortbildung zur Wirtschaftsfachwirtin bei der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein einfach an.“

Warum hat die gelernte Bürokauffrau sich aber gerade für diese IHK-Aufstiegsfortbildung entschieden? „Besonders hat mich am Wirtschaftsfachwirt interessiert, dass ich mich auf einen Schlag in so vielen verschiedenen Bereichen fortbilden konnte. Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, Marketing oder auch Unternehmensführung. Ich bin jetzt eine richtige Generalistin“, erzählt Claudia von Huth nicht ganz ohne Stolz.

Die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) dauert zwei Jahre und kann berufsbegleitend in den Abendstunden und samstags absolviert werden. „Das war auch ein großer Pluspunkt für mich“, erzählt sie weiter. “So konnte ich das abends Gelernte direkt am nächsten Morgen in meiner täglichen Arbeit anwenden.“

Die Kielerin: „Klar, das war nicht immer leicht. Manchmal war es schon ganz schön stressig, noch neben Job und Familie zu lernen. Aber ich wollte auch ein gutes Vorbild für meine Kinder sein und ihnen zeigen, dass lebenslanges Lernen wichtig ist.“ Strahlend fügt sie hinzu: „Jetzt, wo ich letztes Jahr meinen Abschluss mit einer glatten Zwei bestanden habe, sind die beiden natürlich mächtig stolz auf mich.“

Auch beruflich hat von Huth von der Aufstiegsfortbildung profitiert: „Mittlerweile kümmere ich mich um die Abrechnungen, bereite Seminare vor, erstelle Stundenpläne, habe aber auch viel Kontakt mit den Seminarteilnehmern“, erklärt die frischgebackene Wirtschaftsfachwirtin ihr Aufgabengebiet. „Meine Arbeit ist also total abwechslungsreich und ich stehe jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Aber das macht es ja gerade so spannend.“ Zurückblickend ist Claudia Huth sich heute sicher: „Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden, den Wirtschaftsfachwirt zu machen!“

Weitere Informationen

Weitere Informationen über die Weiterbildung zum/zur Wirtschaftsfachwirt/in (IHK) lassen sich hier oder mit einem Klick auf das Infosymbol entdecken.