Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Ein Tisch voller Tourismus

Als wir, die 8 a des Gymnasiums am Mühlenberg aus Bad Schwartau, den großen hellen Raum der Lübecker Niederlassung der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein betreten, fällt uns als erstes der Wäschekorb voller Spielzeug auf. „Ihr denkt jetzt bestimmt, dass ich das Spielzeug meiner Tochter mitgebracht habe!“, empfängt uns Kai Ingo Menke zum Felde, Dozent an der BA. BA? Das ist eine Abkürzung und steht für Berufsakademie. Hier kann man unter anderem Betriebswirtschaftslehre (beispielsweise im Bereich Tourismus), Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik studieren.

Nach einer Begrüßung durch Sven Donat, Pressesprecher der Wirtschaftsakademie übergibt er die Leitung Kai Ingo Menke zum Felde. Der Dozent wirkt sehr sympathisch. Als weitere Gäste stellt er Nadine Falkner und Franziska Potrafky, ehemalige Schülerinnen des Gymnasiums am Mühlenberg, vor. Beide sind jetzt Studierende an der Berufsakademie. Nadine hat grad ihren Abschluss gemacht, Franziska ist in dem ersten Bachelor - Jahrgang.

Dann kommt der Wäschekorb ins Spiel. Der Dozent erklärt anhand des Spielzeugs, was alles zum Thema Tourismus gehört. So steht ein Playmobil-Krankenwagen für den Kurtourismus. Und der Einkaufswagen für den Shoppingtourismus. An dem Spielzeug kann man gut erkennen, wie viele Zweige die Tourismusbranche umfasst. Bald stehen etwa zwölf Spielzeuge auf dem Tisch. Ingo Menke zum Felde erzählt uns, dass das beliebteste Verkehrsmittel, um zum Urlaubsort zu kommen, das Auto ist. Darauf folgen Flugzeug, Bahn, Bus und Schiff. Außerdem berichtet er, dass die Deutschen die Ferien am liebsten im eigenen Lande verbringen, so sagt es die Statistik.

Nach diesem Vortrag bittet er Franziska Potrafky und Nadine Falkner nach vorne, um uns das Prinzip des dualen Studiums zu erklären. Es bedeutet, die Praxis mit der Theorie zu verbinden. Dies ist für viele ein guter Grund, hier zu studieren. „Ich habe mich für die Berufsakademie der Wirtschaftsakademie entschieden, weil ich nicht nur studieren, sondern auch praktische Erfahrung sammeln wollte!“, erklärt Nadine. Und Franziska kann dem nur zustimmen. Man studiert zehn Wochen und dann geht man zehn Wochen in die Praxis. Deshalb muss man bei einer Firma oder einem Tourismusunternehmen angestellt sein.

Abschließend fragt der Dozent, passend zum Thema Tourismus: „Was ist das Nationalgericht von Ungarn?“ Wir rufen: „Gulasch!“ “Und das gibt es jetzt bei uns in der hauseigenen Mensa.“ Nach einem leckeren Mittagessen machen wir uns auf den Heimweg.

Von der Klasse 8 a des Gymnasium am Mühlenberg Bad Schwartau

(aus: Lübecker Nachrichten, 22.01.2009)