Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Hilfe für die Zukunft

„Alle Möglichkeiten stehen offen“ sagt Matthias Dütschke (47), Niederlassungsleiter
der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Lübeck. Er muss es wissen. „Die Ausbildungsbereiche an der Akademie betreffen den Handel, die Industrie und das Handwerk." Für Schüler ist es interessant, dass es ein Jugendaufbauwerk als Eingliederungshilfe für diejenigen gibt, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Ein Jahr lang kann man dort Unterricht als Berufsvorbereitung in einem praktischem Bereich wie Metallbau, Holzwirtschaft, Gartenbau, Gastronomie, Hauswirtschaft und Handel machen.

Eine weitere Möglichkeit: die überbetriebliche Ausbildung nach dem Hauptschulabschluss. Wer eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich beispielsweise mitMeisterlehrgängen bei der Wirtschaftsakademie für den Job fit machen. Oder Ausbildung und Studium verbinden. Das ist an der eigenen Berufsakademie in Lübeck möglich. „Aus der Praxis für die Praxis“, lautet das Motto. Die Lehrer nennen sich hier Dozenten und viele kommen aus Lübecker Betrieben.

Viele junge Leute haben heute Angst, keinen Ausbildungsplatz und später keinen
Job zu bekommen. Matthias Dütschke erklärt, dass sich deshalb Vertreter der Wirtschaftsakademie und der Betriebe treffen, um neue Berufsmöglichkeiten zu entwickeln. Man orientiert sich dabei am Bedarf der Wirtschaft. Dazu zwei Beispiele: Die Aufgaben eines Bäckereifachverkäufers sind vielfältiger geworden. Die Weiterbildung Fachkraft für Systemgastronomie bereitet auf die künftigen Anforderungen vor.

„Nicht stehen bleiben, sondern sich weiterentwickeln“,lautet ein weiterer Grundsatz. „Vom Tellerwäscherzum Millionär,das wird immer eine Ausnahme bleiben. Aber neugierig, intelligent und pfiffig zu sein, darauf kommt es an", sagt Matthias Dütschke.

VON DER KLASSE 8A DER BROCKES-SCHULE AUS LÜBECK

(aus: Lübecker Nachrichten, 21.02.2008)