Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in (IHK)

Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann

Geprüfte Bilanzbuchhalterin (IHK) – so kann sich die 27-jährige Marlies Deppner nennen. Ein Abschluss, auf den die gebürtige Mecklenburgerin stolz sein kann, denn: Weiterbildung und Prüfung zum Bilanzbuchhalter gelten als überaus anspruchsvoll. In der Tat war der Weg zur Bilanzbuchhalterin nicht immer leicht für die Wahl-Lübeckerin - aber er hat sich für sie gelohnt.

„Nach der Schule wusste ich erst nicht so recht, wo es beruflich für mich hingehen sollte“, erinnert sie sich. „Ich war auf der Suche nach einer soliden Ausbildung und wollte schnell praktische Erfahrungen sammeln.“ Wie schon ihre Schwester hat Marlies Deppner sich dann für eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten entschieden - und dies bis heute nicht bereut. „Der Job macht mir großen Spaß und ist entgegen aller Vorurteile sehr abwechslungsreich“, erzählt sie. „Ich habe jeden Tag mit unterschiedlichen Kunden zu tun. Und auch die Gesetzgebung ändert sich immer wieder. So wird es nie langweilig.“

2005 - drei Jahre nach ihrer erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung - wuchs dann der Wunsch in der damals frischgebackenen Steuerfachangestellten, sich weiter zu qualifizieren. „Glücklicherweise hatte ich dabei die volle Unterstützung meines Seniorchefs, dem Mitbegründer von Grasse und Partner, Rolf Grasse. Und so habe ich dann berufsbegleitend meine Weiterbildung zur geprüften Bilanzbuchhalterin (IHK) bei der Wirtschaftsakademie in Lübeck begonnen.“

“Berufsbegleitend, das hieß für Marlies Deppner und ihre 18 Mitstreiter damals, zwei Mal in der Woche Seminare und Trainings bei der Wirtschaftsakademie zu besuchen. „Immer mittwochs abends und samstags standen dann für uns unter anderem Jahresabschlussanalyse und verschiedene Steuerseminare auf dem Programm“, erinnert sich die gebürtige Mecklenburgerin.

Leicht fiel es Marlies Deppner nicht immer, Job und Weiterbildung unter einen Hut zu bekommen. „Das war schon eine ganz schöne Grenzerfahrung“, schmunzelt sie, als sie an ihre Zeit bei der Wirtschaftsakademie zurückdenkt. „Schließlich mussten wir uns nach Feierabend und an den Wochenenden ja auch noch im Selbststudium fachbezogene Aufgabengebiete erarbeiten und für die Zwischen- und Abschlussprüfungen lernen. Da blieb nicht viel Zeit für´s Privatleben.“ 

“Doch nach der gut bestandenen Abschlussprüfung Ostern 2007 waren die Mühen der vorangegangenen Monate schnell wieder vergessen. „Da war ich dann schon stolz“, erinnert sich die 27-Jährige. „Vor allem, weil die komplexe Bilanzbuchhalter-Prüfung in der Regel von vielen nicht beim ersten Anlauf bestanden wird.“ Dass sie den Abschluss auf Anhieb bestanden hat, schreibt  Deppner auch dem engagierten Unterricht von Wirtschaftsakademie-Dozent Hans-Georg Lettow zu.

„Herr Lettow ist eine wahre Korifäe in allem, was mit Bilanzbuchhaltung zu tun hat“, erinnert sich Deppner. „Er hat uns richtig für die Materie begeistert und sehr intensiv mit uns gearbeitet. Daher haben wir aus dem Lehrgang bei der Wirtschaftsakademie dann auch fast alle die Abschlussprüfungen beim ersten Versuch bestanden.“

Heute arbeitet Marlies Deppner noch immer in ihrem ehemaligen Ausbildungsbetrieb - hat aber als geprüfte Bilanzbuchhalterin einige neue, verantwortungsvolle Aufgabenfelder dazu gewonnen. „Ich arbeite jetzt auch verstärkt an Jahresabschlüssen. Und in der Zukunft werde ich auch noch mehr mit Steuererklärungen zu tun haben. Darauf freue ich mich schon sehr.“

Abschließend fügt sie hinzu: „Und wer weiß – vielleicht geht es in den nächsten Jahren ja noch eine Stufe weiter für mich auf der Karriereleiter: Ich würde mich gerne auch noch zur Steuerberaterin weiter qualifizieren.“

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