Geprüfte/r Personalfachkaufmann/-frau (IHK)

Mit Lernen zum Erfolg

2010 trat er als Personaldisponent im medizinischen Bereich, einer Tätigkeit die pflegerische und kaufmännische Aspekte kombiniert, in das Unternehmen Pluss ein. Keine fünf Jahre später wurde ihm eine Führungsrolle in Aussicht gestellt. Um diese Chance nutzen zu können, meldete sich der gebürtige Lübecker bei der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein zur berufsbegleitenden Weiterbildung zum geprüften Personalfachkaufmann (IHK) an. Ein Studium kam für ihn nicht in Frage, da ihm eine berufs- und praxisorientierte Weiterbildung besonders am Herzen lag.

Seine Familie und Freunde unterstützten ihn auf seinem Weg und auch die Dozenten machten ihm den Einstieg leicht. Besonders die hohe Berufserfahrung, die die praxiserprobten Dozenten in ihren Unterricht mit einfließen ließen, um die Inhalte verständlich zu gestalten, lobte Michael Hermelink. Nicht nur der Kölner Dialekt des einen sondern auch die herzliche Art eines anderen Dozenten lockerten die Stunden auf und bleiben wohl so manch einem in Erinnerung. Aber natürlich gab es auch das ein oder andere Fach, das selbst ein Kölner Dialekt nicht spannend gestalten konnte. Denn neben Personalmarketing und –recruiting stand auch das Betriebsverfassungsgesetz mit auf dem Programm. Heute sieht der gelernte Altenpfleger lachend zurück und kann sagen, dass das eigentlich gar kein Hexenwerk ist.

Viele Samstage verbrachte der Lübecker mit Unterricht und Lernen. So wurde es privat dann auch mal komplizierter mit der Urlaubsplanung, aber diese Herausforderung hat er auch bewältigt. Erst zu den Prüfungen hin wurde es wirklich stressig. Mit Lernkarten beklebte Wände, verstreute Mind-Maps und Lernordner mit Post-its waren in den letzten Monaten das Erkennungszeichen für sein Büro. Denn neben den schriftlichen Prüfungen über zwei Tage, musste er sich auch noch auf eine mündliche Präsentation vorbereiten. Während der schriftliche Teil die Inhalte aus den einzelnen Lernfeldern abprüfte, zielte das Konzept des mündlichen Teils auf die Übertragung der Lehrinhalte auf die Arbeitssituation ab. So präsentierte Hermelink das Thema „E-recruiting mit einem Active Sourcing Center“, verknüpfte Theorie und Praxis und brachte auch sein eigenes Unternehmen voran. Und dann hieß es warten… Jeden Mittag ging es zum Briefkasten bis der 35-jährige endlich seine Ergebnisse in der Hand hielt.

Heute ist er Niederlassungsleiter im medizinisch-pädagogischen Bereich und blickt gerne auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Sein Fazit aus der Weiterbildung: „Ich habe viel mehr Fachwissen sowie einen besseren Überblick und stehe viel selbstsicherer hinter meinen Entscheidungen als vorher. Und wenn ich doch einmal unsicher bin, weiß ich, wo es steht.“ Das hat er auch seinen zwei Kollegen mitgegeben, die sich Mitte November für die gleiche Weiterbildung entschieden haben.

Fürs erste will sich der geprüfte Personalfachkaufmann jetzt auf die neue Niederlassung konzentrieren und diese durch Qualität und Innovation voranbringen. Aber welchen Herausforderungen er sich danach noch stellen wird, wer weiß… Eins ist sicher, eine Weiterbildung zum Betriebswirt (IHK) schließt er nicht aus.

Mehr als eine Einstellungssache

„Wie ich das alles neben dem Job geschafft habe? Das fragen mich mittlerweile viele!“, lacht Luisa Timmermann, als sie von ihrer Weiterbildung zur Personalfachkauffrau (IHK) bei der Wirtschaftsakademie erzählt. Ein Jahr lang hat sie neben ihrer Arbeit im Personalwesen der international erfolgreichen Modekette New Yorker die Fortbildung absolviert.

Das hieß für die Kielerin mit haitianischen und dominikanischen Wurzeln: Immer freitags nach der Arbeit und an Samstagen – teilweise sogar bis zu vier Mal in der Woche - verschiedene Unterrichtseinheiten bei der Wirtschaftsakademie zu besuchen und für Prüfungen lernen.
 
Doch wie ist die 27-Jährige überhaupt auf die Idee gekommen,  ausgerechnet diese Weiterbildung zu machen? „Das ist eine lange Geschichte“, erzählt Luisa Timmermann. „Eigentlich komme ich nämlich gar nicht aus dem Personalwesen, ich bin vielmehr gelernte Rechtsanwalts- und Notargehilfin.“

Nach einigen beruflichen Zwischenstationen bei einer Bank, einer Zeitarbeitsfirma und dem erfolgreichen Nachholen der Fachhochschulreife ging es für Luisa Timmermann zu New Yorker in die Personalabteilung. „Zu meinen Aufgaben gehören seitdem unter anderem verwaltende Tätigkeiten und die arbeitsrechtliche Beratung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte“, erklärt sie ihren Job und fügt hinzu, „Um meine Kenntnisse weiter auszubauen, denn die Personalarbeit umfasst viele unterschiedliche Bereiche, habe ich mich daher für die Weiterbildung zur Personalfachkauffrau bei der Wirtschaftsakademie entschieden. Ich wollte einen umfangreicheren Einblick ins Personalwesen bekommen, um meine bisherige Berufspraxis weiter ausbauen zu können.“

Und diesen Einblick hat sie auch bekommen. „Für uns standen viele verschiedene Themenbereiche auf dem Programm. Beispielsweise das Organisieren und Durchführen von Personalarbeit , die Thematik Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Personalentwicklung- und Controlling.“ Am meisten Spaß gebracht hat ihr jedoch das Fach Arbeitsrecht. „Das war auf jeden Fall mein Lieblingsfach“, erinnert sich die 27-Jährige. „Außerdem benötige ich fundierte arbeitsrechtliche Grundlagen jeden Tag in meinem Job.“ Doch auch die anderen Inhalte der Weiterbildung haben sich für Luisa Timmermann bezahlt gemacht. „Ich habe jetzt auf jeden Fall ein viel größeres Wissen über das Personalwesen und konnte viel Gelerntes bereits in meiner täglichen Arbeit umsetzen.“

Doch mit der Personalfachkauffrau (IHK) soll das Thema Weiterbildung für Luisa Timmermann noch lange nicht abgeschlossen sein. „Ich würde gerne noch weiter lernen, da bin ich doch recht ehrgeizig“, erzählt sie. „Am liebsten möchte ich noch was im Bereich Personalmanagement dazulernen. Und mein Französisch und Spanisch wieder aufpolieren. Denn – wer weiß, wohin mich meine Wege noch führen könnten.“

Informationen zur Weiterbildung zum/r geprüften Personalkaufmann/-frau (IHK)
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