Auslandspraktika: Lernen in Europa

Meine 3 Monate Barcelona mit ERASMUS+

Ein Auslandspraktikum während der Ausbildung? Genau das ermöglicht das Projekt Lernen in Europa der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. Dank Förderung durch das europäische Programm ERASMUS+ werden die Kosten für Auszubildende übernommen. Wie sich so ein Praktikum `anfühlt`, darüber berichtet Teilnehmerin Ida:

"Mein Name ist Ida und ich war drei Monate als Floristin in Barcelona tätig. Dank ERASMUS+ (Förderprogramm zum Projekt Lernen in Europa) konnte ich viele tolle und prägende Eindrücke über Europa und Spanien sammeln und erleben. Es war so eine besondere Erfahrung, die ich niemals missen möchte. Die Katalanen und Spanier waren unfassbar nett und vor allem mein Floristen-Team war warmherzig und liebevoll. Sie zeigten und lehrten mich viel über neue floristische Herangehensweisen und Teamplay.

Meine Chefin fragte mich jedes Mal vor einem Event, ob ich mitkommen will. Natürlich! Es gab ein Event in einer Oper, für das wir die Dekoration gestaltet haben, ein Workshop mit Trockenblumen, eine Giganten Hochzeit und viele andere schöne kleine Gelegenheiten. Wohnen tat ich im Künstlerviertel Gracia (meiner Meinung nach das beste Viertel in Barcelona!!) mit einer der besten Mitbewohnerinnen und ihrem Dackel Brownie.

Barcelona (oder auch nur BCA), so habe ich gelernt, ist eine Stadt mit besonderer Seele. Das Kommen und Gehen ist völlig normal und du lernst auch nur Leute kennen die einen freie Geist haben, eben eine ganz eigene Art zu Leben. Doch die gefällt mir! Die Bewohner BCAs sind so lebendig und aktiv das es genau meinen Lebensrhythmus getroffen hat. Hier habe ich mich wirklich zuhause und angekommen gefühlt! Ich will zurück nach Barcelona und doch freue ich mich, meine Familie wiederzusehen.

Es war eine Erfahrung, die mich vieles gelehrt hat und das nicht nur in meinem Beruf. Ich lege es jeden ans Herz, wenn ihr die Möglichkeit habt, über euch selbst eine Menge lernen zu können, über Kulturen und Menschen, dann geht für etwas länger in ein anderes Land und nehmt am Alltag teil. Habt Mut und traut euch auf euch allein gestellt zu sein. Es lohnt sich!"

Meine 3 Wochen in Frankreich

Ein Praktikum in Frankreich. Das war mein Wunsch. Ich heiße Florian, bin 20 Jahre alt und derzeit im dritten Ausbildungsjahr zum Industriekaufmann.

Dank der Zusammenarbeit mit der Stadt Detmold, ihrer Partnerstadt Saint-Omer und der Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein wurde mir der Wunsch erfüllt. Ich durfte für 3 Wochen in der Finanzabteilung der Stadt Saint-Omer arbeiten, finanziell unterstützt wurde ich über Erasmus Plus und die Gastfamilie wurde mir, wie der Praktikumsplatz im Rathaus auch, von der Stadt Detmold vermittelt. Meine Aufgabe dort bestand unter anderem darin, die Mitarbeiterlisten zu aktualisieren, Lieferantenlisten zu vervollständigen und sogar Rechnungen zu buchen.

Neben der Erfahrung die französische Arbeitswelt kennenzulernen, konnte ich in der Freizeit den französischen Alltag erleben. Die Menschen dort, vor allem meine Gastfamilie, meine Arbeitskollegen und meine neuen Freunde, haben mich sehr herzlich empfangen, sich sehr um mich gekümmert und mir einen super Aufenthalt beschert. Außerdem ist die Stadt Saint-Omer und die Umgebung sehr sehenswert.
Diese Erfahrung hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt und es hat alles wunderbar geklappt. Für das Stipendium musste ich lediglich nur ein paar Unterschriften leisten, Dokumente unterschreiben lassen und im Nachhinein noch einen Fragebogen ausfüllen. Die finanzielle Unterstützung war sehr hilfreich.

Die Kommunikation mit meinen Ansprechpartnern bei der Stadt Detmold und bei der Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein verlief ohne Probleme und sie haben mir jederzeit die notwendige Rückendeckung gegeben. Und auch meine Gastfamilie hat sich in der Zeit wunderbar um mich gekümmert. Auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank an euch, dass ihr mir diese Erfahrung ermöglicht habt! Im Endeffekt profitiere ich von verbesserten Sprachkenntnissen, neuen Kontakten und vielen neuen Eindrücken, die man als Frankreich-Urlauber nicht erlangen kann.

Meine Zeit in Irland mit Erasmus

Mein Name ist Steven und ich bin 24 Jahre alt. Ich habe im Juni 2019 meine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement abgeschlossen und habe ein 6-monatiges Auslandspraktikum in Irland gemacht.

Die Entscheidung ein freiwilliges Auslandspraktikum zu machen, habe ich schon im 2. Ausbildungsjahr beschlossen. Inspiriert hatte mich dazu eine Vertretungslehrerin in der Berufsschule. Durch die IHK Hannover fand ich die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein in Kiel, die es mir wiederum ermöglicht haben ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Da Englisch meine Muttersprache ist, war Irland für mich besonders ideal. Mein Betrieb: City Wonders ist eine Touristen-Firma, die in Dublin ihren Sitz hat und ihre Kunden weltweit Touren in Italien, Vatikanstadt, Frankreich, Spanien und Großbritannien anbietet. Auch wenn das Unternehmen in Dublin sitzt, bieten sie keine Touren in Irland an und die meisten Kunden sind auch keine Iren. Von daher erfolgt der Kundenkontakt nicht vor Ort, sondern entweder online, telefonisch oder per Mail. In der Inventur/Utilisation-Abteilung wo ich arbeitete, musste ich folgende Aufgaben tun:

• Die Größe der verschiedenen Touren nach den Richtlinien festsetzen

• Touren im Back-Office und mit Partnerunternehmen als ausverkauft setzen

• Touren im Back-Office eröffnen

• Beim Einkauf von Tickets unterstützen

• Mit anderen Abteilungen koordinieren und sie über den neuesten Stand der Aktivitäten informieren

• Sonstige Kontrollfunktionen in Bezug auf Tickets und Touren Nebenbei habe ich für einige Tage in der Finanzabteilung gearbeitet, wo ich erste Arbeitserfahrung im Bereich Rechnungswesen erworben habe. Die tägliche Arbeitszeit ging grundsätzlich von 8:30 bis 17:30 Uhr. Meist machte ich eine halbe Stunde früher Feierabend, was auch erlaubt war. Die Arbeitstage gingen meist von Montag bis Freitag. Allerdings gab es Wochen in der ich auch am Wochenende (also Samstag und Sonntag) arbeiten muss. Die Mitarbeiter von City Wonders waren sehr freundlich und hilfreich. Wann immer ich auch Fragen hatte, waren sie fast immer bereit mir zu helfen. Die Arbeitsatmosphäre war relativ gelassen und entspannt, außer wenn man an Kauf-Events von Kolosseum oder Katakomben-Karten teilnahm. Diese Aktivitäten waren freiwillig, aber sie lohnten sich, weil man ungefähr 150 Euro Bonus pro Teilnahme erhielt. Interessanterweise waren viele der Mitarbeiter in City Wonders aus aller Welt, ob aus Deutschland, Spanien, Brasilien, Italien, Amerika, Lettland, China, Nigeria oder Irland. Einer der Gründe für die Vielfalt von Menschen war, weil City Wonders auch viele Praktikanten wie mich aufnehmen (als ich zuletzt geprüft habe, gab es dreizehn).

Gastfamilie:

Meine Gastfamilie war freundlich und immer hilfsbereit. Ich wohnte mit denen zwar 40 Minuten Busfahrt von City Wonders entfernt, aber ansonsten hatte ich nichts zu beschweren.
Sie waren zwar oft beschäftigt und außer Haus, aber wenn sie zurückkamen, waren sie immer freundlich zu mir und ihren anderen Gästen. Ab und zu machten sie mir sogar noch Pizza und Pommes.
Gefunden habe ich meine Gastfamilie durch Homestay.com, weil die Mietpreise dort billiger sind als manch andere Webseiten.

Transport:

Es gibt verschiedene Transportmittel in Dublin, aber die meistbenutzten Transportmittel sind die Busse. Diese nahm ich täglich um zur Arbeit kommen.
Eine wichtige Sache, die erwähnt werden sollte ist, dass die Busfahrer nur Kleingeld oder die Leapcard annehmen (also kein Papiergeld). Die Leapcard ist ein Zahlungsmittel, das besonders für die Bezahlung der Fähre aller öffentlichen Transportmittel Irlands eignet. Die Leapcard hat aber nur so viel Geld drin, weshalb man sie immer “nachfüllen” muss. Dies kann man bei jedem SPAR-Laden machen.
Mit der Leapcard kann man übrigens für fast alle Transportmittel in der ganzen Republik Irland benutzen.

 Dublin und Irland:

Dublin ist eine europäische Hauptstadt, wo viele Touristen und Einheimische zu finden sind. Es gibt vieles zu sehen – und viele Betriebe und Arbeitgeber. In der Innenstadt gibt es viele Sprachschulen und Touristenfirmen, die mit großer Wahrscheinlichkeit in der Lage sind Praktikanten anzustellen. Es lohnt sich also ihre Webseiten anzusehen, wenn man ein Auslandspraktikum in Dublin machen möchte.

Beurteilung:

Ich bin mit meiner Zeit in Irland sehr zufrieden. Ich war nicht nur in der Lage Arbeitserfahrung zu sammeln, die ich in meiner Ausbildung nicht aneignen konnte, sondern auch Irland kennenzulernen, ob Menschen, Sprache, Mentalität oder Sehenswürdigkeiten. Ich kann ein Auslandspraktikum in Irland also nur sehr empfehlen. Es ist sogar besser, wenn man es nicht für vier oder fünf Wochen macht, sondern mindestens doppelt so lang. Denn aus meiner Erfahrung würde diese Zeit nicht ausreichen um ein Auslandspraktikum vollständig zu genießen. Ein zweiter Grund ist, dass Dublin eine bummelnde Weltstadt ist. Es lohnt sich also die Stadt zu besuchen.

Mein Auslandseinsatz in der VG Italien

Hallo zusammen, mein Name ist Ayleen Brormann und ich bin derzeit in meinem zweiten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau bei der Firma Miele.

Vom 26.08. - 18.10.2019 hatte ich meinen zweimonatigen Auslandseinsatz in der VG Italien.
Die Vertriebsgesellschaft hat ihren Hauptsitz mit 140 Mitarbeitern in Eppan/ St.Michael. Die Kollegen kennen sich untereinander gut, sodass eine offene und familiäre Atmosphäre herrscht.
Die Abteilungen, in denen ich im Rahmen meines Einsatzes Einblicke bekommen durfte, waren der Kundenservice und der Vertrieb für Haushaltsgeräte. Erfahrungen mit dem Kundenservice konnte ich in den Bereichen Contact Center und dem Customer Service Support machen. Im MEC Bolzano habe ich den Vertrieb von Haushaltsgeräten und den Direktverkauf kennengelernt. In jedem Bereich wurde ich für 2-3 Wochen eingesetzt, sodass meine Aufgabenbereiche über den ganzen Zeitraum sehr unterschiedlich und vielfältig waren.

Von meinen Kollegen wurde ich sehr gut aufgenommen, sodass ich z.B. zum Fußball spielen nach Bozen eingeladen wurde. Daraufhin haben wir uns wöchentlich nach der Arbeit auf einem kleinen Soccer Court für zwei Stunden getroffen. Die Stimmung war immer sehr gut und ausgelassen.
Zudem habe ich mit meinen Kollegen übers Wochenende bei perfektem Wetter eine Radtour nach Peschiera gemacht. Auf dem Weg haben wir des Öfteren einen Stopp eingelegt, um traditionelle Snacks oder Gerichte der kleineren umliegenden Dörfer zu probieren. Unser Ziel Peschiera ist eine kleine sehr schöne Stadt am Gardasee. Mit einer Übernachtung im Hostel und vielen schönen Eindrücken haben wir uns am nächsten Tag wieder auf den Rückweg gemacht.                                                                       

Von meinen Kollegen wurde ich sehr gut aufgenommen, sodass ich z.B. zum Fußball spielen nach Bozen eingeladen wurde. Daraufhin haben wir uns wöchentlich nach der Arbeit auf einem kleinen Soccer Court für zwei Stunden getroffen. Die Stimmung war immer sehr gut und ausgelassen.
Zudem habe ich mit meinen Kollegen übers Wochenende bei perfektem Wetter eine Radtour nach Peschiera gemacht. Auf dem Weg haben wir des Öfteren einen Stopp eingelegt, um traditionelle Snacks oder Gerichte der kleineren umliegenden Dörfer zu probieren. Unser Ziel Peschiera ist eine kleine sehr schöne Stadt am Gardasee. Mit einer Übernachtung im Hostel und vielen schönen Eindrücken haben wir uns am nächsten Tag wieder auf den Rückweg gemacht.
Privat bin ich zu den umliegenden Seen wie den Montiggler See oder den Kalterer See gefahren und bei schönem Wetter schwimmen gegangen. Des Weiteren habe ich mit meinem Rennrad Touren nach Meran und Salurn gemacht. In der Umgebung von Salurn liegen viele kleinere Dörfer, sodass man mit dem Rennrad sehr gut die Hinterlandschaften erkunden konnte.
Schlussendlich kann ich sagen, dass ich sehr froh bin die Unterstützung von Erasmus erhalten zu haben, sodass ich durch den Aufenthalt in Italien mit vielen neuen Menschen und Eindrücken meinen Horizont erweitern konnte!
Privat bin ich zu den umliegenden Seen wie den Montiggler See oder den Kalterer See gefahren und bei schönem Wetter schwimmen gegangen. Des Weiteren habe ich mit meinem Rennrad Touren nach Meran und Salurn gemacht. In der Umgebung von Salurn liegen viele kleinere Dörfer, sodass man mit dem Rennrad sehr gut die Hinterlandschaften erkunden konnte.
Schlussendlich kann ich sagen, dass ich sehr froh bin die Unterstützung von Erasmus erhalten zu haben, sodass ich durch den Aufenthalt in Italien mit vielen neuen Menschen und Eindrücken meinen Horizont erweitern konnte!

Eindrücke aus der Slowakei

Den ersten Eindruck von der Slowakei bekam ich am Sonntagabend vor Beginn meines Praktikums als ich bei Sonnenuntergang aus Richtung Brünn (Brno) kommend einen ersten Blick auf die Karpaten erhaschte, hinter dessen malerischer Bergkette die Hauptstadt der Slowakei, Bratislava, liegt.

Der verheißungsvolle Anfang einer großartigen Erfahrung in meinem Leben. Nachdem ich mich durch den dichten Verkehr gekämpft hatte, wurde ich am Montag sehr herzlich vom Schüco-Landesverantwortlichen der Slowakei empfangen und dem Team vorgestellt. Schnell fühlte ich mich unter den freundlichen und hilfsbereiten Kollegen sehr wohl.

Für mich als Azubi vom Standort Weißenfels aus der Kunststoffsparte war es besonders reizvoll einmal einen tieferen Einblick in den Vertrieb und die technische Beratung im Metallbau zu bekommen, da ich in diesem Bereich natürlich bisher noch nicht so viel Erfahrung sammeln konnte.? Neben kaufmännischen und technischen Aktivitäten, war für mich vor allem das Verhalten der Kollegen im Umgang mit Kunden sehr interessant. Der Kontakt ist etwas direkter und informeller wie in Deutschland. Viele Kontakte zu Architekten und Investoren werden auch außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeit bei gemeinsamen Abendveranstaltungen gepflegt und vertieft.? Generell ist die Arbeitsorganisation in der Betriebsstätte etwas anders. Während es an unseren großen deutschen Standorten typischerweise für jeden Arbeitsschritt Verantwortliche gibt, sind die Kollegen in Bratislava vielfältige Allrounder. Dabei hat jeder seinen speziellen Tätigkeitsbereich und arbeitet eigenständig oder gemeinsam mit Kollegen an seinen Projekten

Als Naturmensch habe ich mir eine Unterkunft 15km von Bratislava am Fuße der Karpaten in Svätý Jur ausgesucht. Hotel „Maxim“ ist preiswert und in einer schönen Umgebung gelegen, also sehr empfehlenswert. Man muss nur ein paar Meter den Berg hinauf laufen und findet sich in einem ruhigen Weinbaugebiet, umrahmt von Mischwäldern mit herrlichem Blick über Bratislava wieder. Hier habe ich jeden Morgen beim Joggen einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt. Die Anbindung zur Stadt ist auch kein Problem, da man vom nah gelegenen Bahnhof mit dem Zug ohne Probleme für weniger als einen Euro nach Bratislava fahren kann.

Erlebt habe ich in diesen drei Wochen unglaublich viel, von Stadtbesichtigungen über Bergwanderungen bis hin zu kulinarischen Abenden. So habe ich zum Beispiel eine Sightseeingtour in den Stadtzentren von Bratislava und Wien gemacht, die letzten Ausläufer der Tatra besucht, den Schneeberg in den Alpen bestiegen, mich von meinen Kollegen in die kulinarischen Geheimnisse des Weins von Svätý Jur einführen lassen und bin in der Donau geschwommen.?Insgesamt kann man sagen es war eine großartige Erfahrung, die ich jedem Azubi empfehlen würde. Neben den fachlich-beruflichen Aspekten habe ich vor allem viel über die Sitten und Gewohnheiten der Slowaken gelernt, explizit auch in dem Zusammenhang wie wichtig die Kenntnis über landesspezifische und regionale Denk- und Verhaltensweisen im Hinblick auf einen erfolgreichen Vertrieb unserer Produkte ist.

Informationen zum Projekt Lernen in Europa
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