Sachkundenachweis Schädlingsbekämpfung (IHK)

Mit Hausschwamm und Ungeziefer in die Selbstständigkeit

„Wenn ich neuen Bekannten von meinem Beruf erzähle, ernte ich oft erstaunte Blicke“, schmunzelt der 42-Jährige Norbert Kissinger. Kein Wunder, hat der gebürtige Bayer doch einen nicht ganz alltäglichen Job. „Seit einigen Jahren arbeite ich jetzt schon als Schädlingsbekämpfer – und habe es nie bereut, mich für diese Branche entschieden zu haben.“

Dass Kissinger einmal in diesem Bereich arbeiten würde, hätte er sich noch vor zehn Jahren auch nicht träumen lassen. „Eigentlich bin ich nämlich gelernter Koch“, erläutert er. „Eines Tages hat mir jedoch ein Stammgast von seinem Job als Schädlingsbekämpfer erzählt. Ich war sofort so neugierig auf diese Arbeit, dass ich mich entschloss, den alten Beruf an den Nagel zu hängen und auch als Schädlingsbekämpfer beruflich neu durchzustarten.“

Kurzerhand meldete Kissinger sich für die ersten Seminare zum Thema Schädlingsbekämpfung an. „Ich habe erst eine Schulung zum Thema Pflanzenschutz besucht und dann habe ich meinen Holzschützer (IHK) gemacht.“ Anschließend ging es für den gelernten Koch zur Wirtschaftsakademie in Neumünster, wo er drei Monate lang, von montags bis freitags, in über 200 Unterrichtsstunden das Seminar für angehende Schädlingsbekämpfer (IHK) besuchte.

„Berührungsängste oder gar Ekel hatte ich da nie“, erinnert sich Kissinger. „Vielmehr fand ich die ganzen Seminarinhalte sehr interessant. Wir haben unter anderem viel über Biologie und Chemie und über die Wirkungsweise von Giftstoffen gelernt. Außerdem standen für mich auch noch betriebswirtschaftliche Inhalte auf dem Programm“.

Am Ende des Seminars standen für Kissinger und seine 20 Mitstreiter noch die Abschlussprüfungen an. „Wir wurden mündlich, schriftlich und auch praktisch geprüft. Da war schon eine Menge zu lernen.“ Aber das Training hat sich für den 42-Jährigen, der privat im Übrigen ein großer Tierfreund ist, gelohnt. „Ich habe alle Prüfungen bestanden und arbeite seitdem als selbstständiger Schädlingsbekämpfer“, erzählt der Hundebesitzer nicht ganz ohne Stolz.

Seit einigen Jahren hat Kissinger nun schon seine eigene Firma „Schädlingsbekämpfung Kissinger“ und freut sich über die gute Auftragslage. „Mittlerweile habe ich so viel zu tun, dass ich drei weitere Mitarbeiter eingestellt habe und wir in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg gut zu tun haben. Ich würde den Schritt in diese Branche immer wieder wagen.“

UPDATE (Januar 2009)

Blickt Norbert Kissinger auf das vergangene Jahr zurück, kann er mehr als zufrieden mit seiner Firma „Schädlingsbekämpfer Kissinger“ sein. „Ich konnte im letzten Jahr eine weitere Filiale in Rendsburg sowie Filialen in Neumünster und Badoldesloe eröffnen“, erzählt der gelernte Koch. Er fügt hinzu: „Ich bin sehr zufrieden mit der Auftragslage und konnte außerdem viele Service-Verträge mit Stammkunden abschließen.“

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